| Interpret |
| Chris Smither |
| Titel |
| Honeysuckle Dog |
| Veröffentlichung |
| März 2004 |
| Aufnahme |
| April 1973 |
| Label |
| Okra-Tone |
| Tonträgertyp |
| Album (LP) |
| Instrumentalstil |
| |
| Musikstil |
| Blues Folk Singer/Songwriter |
| Essembleart |
| |
|
| Besetzung |
| Chris Smither (v, ag), Richard Davis (bg), Ray Lucas (dr), John Bailey (g, autoharp) |
| zusätzliche Musiker |
| Robin Kenyatta (fl), Eric Kaz (p), Ralph MacDonald (perc), Dede Puma (v), Dr. John (p), Pat Rebillot (p, org), Perry Robinson (cl), Lowell George (slide), Jackie Lomax (bg), Chris Parker (dr), Bill Payne (p), Mike Manieri (vib), Dave Holland (db) |
| Produzent |
| Michael Cuscuna |
| Mit eigenen Worten ... |
Chris ist ein Akustikgitarrist, der sowohl als Folk- und Bluessänger, aber auch als Gitarrenkönner bestehen kann. Er war damals bei dem Label Poppy (blöder Name!) unter Vertrag und hatte bereits die Alben "I'm A Stranger, Too" (1970) und "Don't Drag It On" (1972) mit dem Produzenten Michael Cuscuna eingespielt. 1973 wechselte der Vertrieb von Poppy zu United Artists, aber leider machte Poppy noch vor Veröffentlichung dieses dritten Albums schlapp und es verschwand für 31 Jahre in der Versenkung. Also ist das eigentlich keine Wiederveröffentlichung, sondern eine Premiere, obwohl Chris die meisten der Lieder auf späteren Alben erneut aufgenommen hat. Aber eben doch "Lost & Found" im wahrsten Sinne!
Die Musik hat diese wunderbare spät60er/früh70er-Mischung aus Folk, Blues und Jazzelementen, die man auch von Tim Buckley, Tim Hardin oder (der frühen) Bonnie Raitt kennt. Eben "Singer/Songwriter-Musik"! Die Ähnlichkeit zu Bonnie Raitts Meisterwerk "Give It Up" rührt sicherlich auch daher, dass der Produzent in beiden Fällen Michael Cuscuna ist. Auf beiden Alben sind dann z.B. auch der ausgezeichnete englische Jazzbassist Dave Holland, der Songschreiber und Multiinstrumentalist Erik Kaz (American Flyer) und der englische Sänger Jackie Lomax (hier als Bassist!) zu hören. Auf "Give It Up" gibt's mit "Love You Like A Man" sogar ein Lied von Chris Smither. Ich denke, man/frau kannte sich. Weitere hochkarätige Gäste, die sich wunderbar in diese Musik einfinden: Dr. John und Bill Payne am Piano, Lowell George (ebenfalls von Little Feat) mit exzellenter Slidegitarre, Perkussionlegende Ralph McDonald, Vibraphonist Mike Manieri, Jazzklarinettist Perry Robinson und Flötist Robin Kenyatta.
Die Hälfte der Lieder stammt zwar von Chris Smithers selbst, er war aber immer auch für seinen guten Geschmack bei der Auswahl von Fremdmaterial bekannt. Auf "Honeysuckle Dog" (aufgenommen im Dezember 72 und im April 73) gibt es z.B. die erste Version von Randy Newmans "Guilty" (geschrieben 1971 und von Newman selber erst für "Good Old Boys" im Sommer 1974 aufgenommen), "Steel Guitar" von Danny O'Keefe (von dessen 71er Debüt), ein schönes Medley aus Motiven von Mississippi John Hurt (der Titelsong) und mit dem "Jailhouse Blues" sogar eine Bessie Smith-Adaption.
Fazit: ein amtliches Album. Aber wieso musste so etwas 3 Jahrzehnte in den Kellern einer Plattenfirma vergraben sein? (2004-03-21) |
|