Zurück Flying Nun Unten

1987 ging's für mich mit CDs los. Damals war das französische Label sehr rührig und hat mir ein paar wunderbare Platten nähergebracht, sowohl im CD- als auch im Vinylformat. Meist war das wunderbarer Gitarrenrock, wie z.B. die Saints aus Australien, aber auch den Gun Club aus L.A. mit ihrem ersten Album, das ein anderes Cover hatte als die parallel erschienene Version auf einem US-Label.
(25.06.2026)


The Saints: "Monkey Puzzle" (Rose 1, Feb. 1981)
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Gun Club: "Fire Of Love" (Rose 8, Dez. 1981)
Ungefähr 10 wichtige Alben zur Rettung der 80er (#1)
Ja, ich weiß, meine kleine Sendereihe ist ja durch, aber ich mache einfach mal weiter. Da ich zuletzt nur Sachen aus meiner Jugend in den 70ern vorgestellt habe, die ich immer noch gut finde, will ich jetzt mal etwas anderes versuchen: Musik aus den bösen 80ern. Für mich stehen die 80er viel für schlechte Musik - auf jeden Fall für schlecht klingende. Aber diese Sicht ist natürlich sehr einseitig und eigentlich gab es damals neben vielen furchtbaren auch viele tolle Platten. Ich will in den nächsten Tagen deshalb Künstler vorstellen, die ich in den 80ern für mich entdeckt habe bzw. die damals ihre Karriere begonnen haben und die für mich immer noch wichtig sind. "Fire Of Love" ist das Debütalbum von Jeffrey Lee Pierce und seinem Pistolenclub, der hier im Prinzip Blues mit einer Punkrock-Attitüde spielt. Eine meiner ersten CDs, denn wie viele Musikhörer habe auch ich etwa ab 1987 geglaubt, dass CDs toll und Schallplatten schlecht sind.
(2020-05-24)
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The Saints: "Out In The Jungle" (Rose 11, März 1982)
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Johnny Thunders: "Hurt Me" (Rose 26, Jan. 1984)
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The Saints: "A Little Madness To Be Free" (Rose 38, Nov. 1984)
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Chris D./Divine Horsemen: "Time Stands Still" (Rose 46, 1984)
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Tav Falco's Panther Burns: "The World We Knew" (Rose 113, 1987)
Alex Chilton: "High Priest" (Rose 130, 1987)
Ein kleines Comeback des ehemaligen Boxtop ("Give me a ticket for an aeroplane...")- und Big Star-Sängers, aber (natürlich) ohne deren kommerziellen Erfolg. Trotzdem eine schöne Platte mit viel Beatles, Trash, Blues & Memphis. Und die Coverversion von "Volare" ist natürlich genial. Und war Chiltons größter Erfolg in seiner Zeit als Straßenmusiker im großen Loch zwischen Big Star und diesem Comeback.
[Big Star (1972)]
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Chris D. & Divine Horsemen: "Snake Handler" (Rose 134, 1988)
Letztes Album der Band um den Ex-Flesheaters-Sänger Chris Desjardins und seine ebenfalls singende Gattin Julie Christensen. Kräftiger, traditioneller Gitarrenrock mit Wurzeln in Punk, Blues und Folk, nahe dran an den Rolling Stones, mit der Gesangs-Doppelspitze (männliche, kratzige Nicht-Stimme, kombiniert mit weiblichem Elfengesang) als Markenzeichen. Heutzutage würde man so was wohl "Americana" nennen und wohl auch besser verkaufen können. Chris und Julies Ehe wurde dann geschieden - und aus war es mit der Band. Oder umgekehrt. Chris schrieb anschließend Bücher über japanische Gangsterfilme (kann man von so was leben?). Julie wurde Chorsängerin für Leonard Cohen (auch eine "Nicht-Stimme" als Chef, aber finanziell sicherlich zufrieden stellender!). Ein Highlight des französischen New Rose-Labels und auch eine meiner ersten CDs.
Eleventh Dream Day: "Prairie School Freakout" (Rose 159, 1988)
Bands mit Schlagzeugerinnen fand ich schon immer Klasse: Moe Tucker bei den Velvet Underground, Lindy Morrison bei den Go-Betweens, Georgia Hubley bei Yo La Tengo, um nur einige zu nennen und ein bisschen die Richtung der Band um Janet Bean und ihren Lover Rick Rizzo anzudeuten. Wobei der Einfluss von Neil Youngs Spiel auf der E-Gitarre auf Rizzo nicht zu überhören ist. Später wurde Janet Bean als Sängerin/Gitarristin mit ihrer Folk Band Freakwater wesentlich populärer, Ähnliches gilt für den Bassisten Doug McComb, den man bei den Avantgarde-Rockern Tortoise hörte.
[Old Paint (Freakwater, 1995) | Tortoise]
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"Every Day Is A Holly Day" (Rose 175, 1989)
In den 80ern und 90ern war das französische New Rose Label von Patrick Mathé, benannt nach der ersten Single der englischen Punkband The Damned, vor allem in Garagenrock-Kreisen sehr angesagt. Dort erschienen viele wunderbare Platten von Elliott Murphy, den deutsch/französischen Lolitas, Chris Spedding, Tav Falco, Paul Roland, Chris Bailey und seinen Saints, sowie vielen anderen mehr oder weniger obskuren Solisten und Bands. Zum Beispiel auch das erste Album von Jeffrey Lee Pierce und seinem Gun Club. Viele davon sind auch mit einem Beitrag auf diesem 10"-Doppelalbum dabei, einem Tribut an Buddy Holly. Ich kann jetzt nicht behaupten, ein Fan von Buddy Holly zu sein oder Ahnung von seiner Musik zu haben, aber ich finde, dass alle Beteiligten wunderbar Arbeit abgeliefert haben, durchweg nicht einfach nur nachspielen, sondern die jeweilige mehr oder weniger bekannte Rock&Roll-Nummer in ihren eigenen Stil überführt haben. Trotzdem hätte ich die Platte wahrscheinlich nicht eingepackt, wenn es sich nicht um dieses schicke Format handeln würde.
(2008-12-05)
[Elliott Murphy | Tav Falco | The Saints | The Gun Club | Zehn Zoll!]
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Elliott Murphy: "12" (Rose 237, März 1991)
Das französische New Rose-Label war damals für einige schöne Musik verantwortlich. Oft waren das amerikanische Sänger oder Bands, die in ihrer Heimat nicht (mehr) die richtige Anerkennung bekamen. Elliott Murphy ist so einer.
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