Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| Fairport Convention: "What We Did On Our Holydays" (Island, Jan. 1969) |
Gleich
drei starke Alben gab's im Jahre '69 von Englands bester Folkrockband.
Allerdings ist dieses insgesamt 2. Album der Band als Übergang von
amerikanisch orientiertem Singer/Songwriter-Musik (z.B. Dylans
"I'll Keep It With Mine" und Joni Mitchells "Eastern
Rain") hin zu altenglischem Liedgut ("She Moves Through The
Fair", "Nottamun Town") einzuschätzen. Zum Kern der
Band (Bassist Ashley Hutchings, Trommler Martin Lamble und
den Gitarristen Richard Thompson und Simon Nicol) kam für
Judy Dyble die neue Sängerin Sandy Denny, die damals bereits
ihre eigene Karriere als Folksängerin hatte. Sänger Ian Matthews
war allerdings zum letzten Mal dabei (bzw. beim Folgealbum "Unhalfbricking"
nur noch als Gast), was möglicherweise mit dem beginnenden Stilwechsel
der Band zu hatte. |
| Herbie Mann: "Memphis Underground" (Atlantic, Jan. 1969) |
Herbie
Mann ist sicherlich einer der einflussreichsten Flötisten des Jazz,
der auf seinen zahllosen Platten mit vielen Stilen experimentiert hat.
"Memphis Underground" ist durchaus als "Zeitgeistplatte"
anzusehen: sie bringt Jazzsolisten (Herbie Mann selber, Freejazz-Gitarrist
Sonny Sharrock, Jazzrock-Gitarrist Larry Corryell und den
Vibraphonist Roy Ayers) mit der damals angesagten Memphis-Rhythmusgruppe
um Reggie Young und Bobby Emmons zusammen. Produziert hat
das Ganze der legendäre Tom Dowd. Gespielt werden funkige
Soulgrooves (z.B. der bekannte Titelsong) und Instrumentalversionen von
Soulhits ("Chain Of Fool", "Hold On I'm Coming") ,
auf denen sich die Solisten improvisatorisch ausbreiten können. |
| Van Der Graaf Generator: "The Aerosol Grey Machine" (Fontana, Jan. 1969) |
Van
Der Graaf waren eine der unterbewerteten Band der britischen "Progressive-Rock-Szene"
in den frühen 70ern. Dies ist ihr Debüt-Album. dass eigentlich
als Soloalbum des Sängers Peter Hammill geplant war, da sich
die Band Ende 1968 aufgelöst hatte (das tat sie danach noch des Öfteren).
Da aber die anderen Mitspieler, Hugh Banton (keyb), Keith Ellis
(bg) und Guy Evans (dr), sowieso im Studio dabei waren und
mit dem neuen Charisma-Label ein neuer Plattenvertrag ausgehandelt werden
konnte, erschienen die Aufnahmen Anfang 1969 unter dem alten Bandnamen.
Den genialen Song "Necromancer" habe ich damals irgendwo im
Fernsehen gesehen (wahrscheinlich im Beatclub) und als kleiner Bub natürlich
erst nicht verstanden. |
| Creedence Clearwater Revival: "Bayou Country" (Fantasy, Feb. 1969) |
Wegen
"Born On The Bayou" und nicht wegen "Proud Mary" mein
klarer Favorit von den Jungs! |
| Quicksilver Messenger Service: "Happy Trails" (Capitol, März 1969) |
Diese
Platte ist vor allem wegen der über 20minütigen Version von
Bo Diddley's "Who Do You Love" bekannt. Aus der Band sind die
Gitarristen Gary Duncan und John Cippolina hervorzuheben.
Stammsänger Dino Valenti ist dieses mal nicht dabei (war er
zu der Zeit im Knast? Keine Ahnung), weshalb sich Gary Duncan und Bassist
David Freiberg die Leadvocals teilen. |
| The Velvet Underground (Verve/MGM, März 1969) |
Das dritte Velvet-Album war eine Abkehr von den harschen Klängen
des Vorgängers "White Light/White Heat". John Cale
war zwar nicht mehr dabei, aber Lou Reed zauberte tolle Songs wie
"What Goes On", "Pale Blue Eyes", "Candy
Says", "Beginning To See The Light" und "Murder
Mystery". Trotz des genialen Bananenalbums
ist dies mein wahrer Favorit der Band! |
| Scott Walker: "Scott 3" (Philips, März 1969) |
|
| Amon Düül II: "Phallus Dei" (Liberty. April 1969) |
|
| Tim Buckley: "Happy Sad" (Elektra, April 1969) |
Tim Buckley, zum Dritten. Der Klang wird immer freier, nähert sich
immer mehr dem Jazz. Dafür sorgen neben dem begnadeten Sänger
Tim Buckley der Gitarrist Lee Underwood und der Vibraphonist David
Friedman. |
| Leonard Cohen: "Songs From A Room" (Capitol, April 1969) |
Auch
Cohens zweite Platte war wieder voller zukünftiger Klassiker, z.B.
"Story Of Isaac" und natürlich "Bird On The Wire". |
| Flying Burrito Brothers: "The Gilded Palace Of Sin" (A&M, April 1969) |
|
"Fuck 'em! Who needs the Byrds anyway? This record has all the big hits of the Gram-era Burritos -- most of them, at any rate. "Wheels", "Sin City", "Hot Burrito #2", the jovial misogyny of "Christine's Tune" and Gram plugging away on a couple of Dan Penn's Muscle Shoals R&B anthems. Naw, he didn't have the greatest voice, but somehow he makes it all work. Uneven, but a classic." |
| Joni Mitchell: "Clouds" (Reprise, April 169) |
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| The Youngbloods: "Elephant Mountain" (RCA/Racoon, April 1969) |
Zwei Rockbands erwies RCA damals die Ehre eines eigenen Plattenlabels:
Jefferson Airplane spendierte man "Grunt",
"Racoon" war extra für die Band um Sänger/Bassist
Jesse Colin Young, einem
ehemaligen Folksänger, und dem virtuosen Gitarristen/E-Pianisten
"Banana" gegründet worden. Enthält mit "Darkness, Darkness" einen häufig gecoverten Songs aus dieser Zeit: mir sind Versionen u. a. von Ian Matthews, Heidi Berry, Richard Shindell, Elliott Murphy, Christy McWilson und den Cowboy Junkies bekannt. (Dez. 2005) |
| MC5: "Kick Out The Jams" (Elektra, Mai 1969) |
Der
größte Erfolg der "Motor City Five" aus Detroit war
dieses Livealbum mit dem berühmten "Beep" über einer
"Motherfucker"-Ansage. Beide Gitarristen erlangten danach Kultstatus,
wenn auch keinen übermäßigen Wohlstand: Wayne Kramer
als Semilegende in Punkrockkreisen, Fred "Sonic" Smith
durch seine Heirat mit Patti Smith . Das schöne Comeback-Album
nach der Kinderpause von 1988, "Dream
Of Life", haben Fred und Patti gemeinsam komponiert und eingespielt.
Leider verstarb er vor einigen Jahren. |
| Bob Dylan: "Nashville Skyline" (Columbia, Mai 1969) |
Dylans
Platte aus Nashville ist viel besser als ihr Ruf. Mit "Lay Lady Lay"
gab's nach längerer Pause auch mal wieder einen Hit. Schön ist
auch das Duett mit Johnny Cash bei "Girl From The North Country". |
| The Moody Blues: "On The Threshold Of A Dream" (Decca/Deram, Mai 1969) |
Diese
Platte, die nur wenige Monate vor dem Meisterwerk "To
Our Children's Children's Children" entstand, ist auch schon
ein Genuss. Unbedingt mit Kopfhörer hören. Kaum zu glauben,
dass 1969 schon so ein toller Sound produziert wurde! |
| John Stewart: "California Bloodlines" (Capitol, Mai 1969) |
Der
Mann ist leider relativ unbekannt geblieben, sang zuvor im nicht so tollen,
aber erfolgreichen Kingston-Trio und hat u. a. für die Monkees
Hits geschrieben ("Daydream Believer"). Auf dieser Platte findet
man sein anderes bekanntes Stück "July You're A Woman"
(würdet ihr alle wieder erkennen, wenn ihr's hört!) |
| Johnny Cash: "At San Quentin" (Columbia, Juni 1969) |
Kurz
nach "Folsom Prison"
bereits das zweite Livealbum aus dem Knast - und diesmal endlich Nr. 1
in den Albumcharts. |
| Crosby, Stills & Nash (Atlantic, Juni 1969) |
1969
trafen sich drei Ex-Mitglieder von recht erfolgreichen Bands, die aus
dem Stand deren Vorgaben noch getoppt haben: David Crosby hatte
die Byrds verlassen (McGuinn wollte für "5D"
angeblich "Triad" nicht aufnehmen), Stephen Stills war
mit den aufgelösten Buffalo Springfield
mittelprächtig erfolgreich und Graham Nash hatte die Hollies
verlassen (die wollten seinen "Marrakesh Express" nicht aufnehmen).
Endlich mal eine Supergroup, die nicht enttäuschte: ihre Songs und
ihre drei Stimmen zusammen waren eine Offenbarung. |
| The Grateful Dead: "Aoxomoxoa" (Warner, Juni 1969) |
Der
dritte Streich meiner Helden, noch etwas unausgegoren, aber schon mit
einigen Klassesongs (z.B. "Saint Stephen" und "China Cat
Sunflower", fast alle Texte inzwischen von bandeigenen Lyriker Robert
Hunter und die Musik von Leadgitarrist Jerry Garcia mit gelegentlicher
Unterstützung von Bassist Phil Lesh), denn ihre psychedelischen
Exkursionen kamen erst live voll zur Geltung, weshalb wenige Monate später
auch das Live-Doppelalbum "Live/Dead"
erst den Durchbruch brachte. Im Studio gelangen die Bigpoints erst später
mit den Countryrockalben "Workingman's
Dead" und "American
Beauty" von 1970. |
| Neil Young with Crazy Horse: "Everybody Knows This Is Nowhere" (Reprise, Juni 1969) |
Bei
seiner zweiten Platte tat sich Neil Young mit Crazy Horse (Billy Talbot,
Ralph Molina und Danny Whitten) zusammen: ein neuer Sound
war geboren. Von mir erst relativ spät entdeckt enthält die
Platte bereits drei seiner besten Songs: "Cinnamon Girl", "Cowgirl
In The Sand" und "Down By The River". |
| Fairport Convention: "Unhalfbricking" (Island, Juli 1969) |
Ein Frühwerk der englischen Band, auf dem sie sich unter dem Einfluss
von Sängerin Sandy Denny noch stärker als beim Vorgänger
"What We Did On Our Hollidays" von
ihrer reinen Orientierung auf US-Singer/Songwriter-Musik lösen und
den Folk entdecken. "A Sailor's Life" deutet das an, was die
nächste Platte "Liege & Lief"
dann konsequent umsetzt. Richard Thompson und Simon Nicol
brillieren an den Gitarren, Ashley Hutchings ist am Bass dabei,
Martin Lamble trommelt vor seinem Unfalltod zum letzten mal,
Ian Matthews ist nach seinem Ausstieg nur noch bei einem Lied als
Gastsänger zu hören. Der damals bereits etablierte Folkgeiger
Dave Swarbrick taucht zum ersten Mal als Gast auf, bevor er später
fest zur Band stößt. Diese Platte habe ich mir bereits ca. 1974 zugelegt
- wobei ich gar nicht mehr sagen kann, was mich damals schon auf Folkrock
gebracht hatte - und ist bis zum heutigen Tag mein Lieblinxalbum der Band,
eigentlich sogar eine meiner Lieblinxplatten überhaupt! |
| Isaac Hayes: "Hot Buttered Soul" (Stax, Juli 1969) |
...erlaubte sich bei seinem zweiten Solo-Album
Exzesse an Studio-Aufwand. Nach dem Motto `Soul goes symphonic´
arrangierte er seine Marathon-Kompositionen auf das Üppigste mit
Streichern und legte mit `Hot Buttered Soul´ nebenbei eigentlich
auch bereits den Grundstein für den Discoboom der 70er Jahre.
(Rolling Stone. 4 Sterne) |
| Creedence Clearwater Revival: "Green River" (Fantasy, Aug. 1969) |
Das zweite von drei Alben innerhalb eines Jahres und ein weiteres absolutes
Highlight! Im Frühjahr kam schon das geniale "Born
On The Bayou" heraus, zum Jahresende sollte noch das für
meinen Geschmack schwächere "Willie & The Poorboys"
folgen. John C. Fogerty steht auf vorne auf dem Cover und auch
bei der Musik klar im Vordergrund: er war in Höchstform und schrieb
für dieses Album eine Reihe von Klassikern wie "Lodi" oder
"Bad Moon Rising", die natürlich jeder kennt. Aber auch
der Titelsong überzeugt. "Sinister Purpose" ist wirklich
sinister und das abschließende "Night Time Is The Right Time"
ist Garagenrock pur. Knappe 30 Minuten nur, aber am Ende ist alles gesagt.
|
| Miles Davis: "In A Silent Way" (Columbia, Aug. 1969) |
|
"In A Silent Way" entstand genauso wie schon "Birth of the Cool" (1949) und "Kind Of Blue" (1959) am Ausklang einer Dekade. Aufgenommen an nur einem Tag, dem 18. Februar 1969, zeigt es Miles und seine Band auf dem Sprung vom Akustik- hin zum Fusion-Klang. Die Musik klingt sehr luftig und leicht, mit (noch) sehr zurückgenommenen Rhythmen. Die Erweiterung der Band um Joe Zawinul (Orgel) und John McLaughin (Gitarre) brachte aber schon Anklänge an das noch folgende Meisterwerk (und neben "Kind Of Blue" auch größten Verkaufserfolg) "Bitches Brew". |
| "Santana" (Columbia, Aug. 1969) |
Das
Debüt. Merkwürdigerweise eine meiner sehr späten Entdeckungen.
Aber auf jeden Fall um Klassen besser als das, was in den letzten Jahren
von Carlos und seiner Truppe samt Gaststars zu hören ist. Na ja -
gönnen wir ihm den spätem kommerziellen Erfolg! |
| Boz Scaggs (Atlantic, Aug. 1969) |
Zweites Soloalbum des ehemaligen zweiten Sängers/Gitarristen der
Steve Miller Band, aufgenommen in den berühmten Muscle Shoals-Studios
im tiefen Süden und produziert u. a. vom späteren(?) Rolling-Stone-Herausgeber
Jann Wenner. Eine der ersten Sternstunden des Gitarristen Duane
Allman. Ein kleine Anekdote am Rande: es gibt hier auch einen der
ersten Gesangsauftritte von Donna Godchaux, noch vor ihrer Zeit
mit Gatte Keith bei den Grateful Dead.Ach so - die Musik? Wunderbarer Southern Rock mit viel Blues- und Soulgefühl. (11.09.2004) |
| Muddy Waters: "Fathers And Sons" (Chess, Aug. 1969) |
Dieses
Doppelalbum brachte Waters den Durchbruch beim Rockpublikum. Dazu wurde
eine der damals beliebten "Supersessions" angesetzt, die dieses
mal aber zu einem wunderbaren Ergebnis führte. Weitere "Väter"
waren: Otis Spann und der Drummer Sam Lay. Wir hören
die "Söhne" Paul Butterfield, Buddy Miles
und Michael Bloomfield. |
| The Beatles: "Abbey Road" (EMI/Parlophone, Sept. 1969) |
Eigentlich wollte ich die Platte hier gar nicht aufführen, denn man
glaubt sie ja in- und auswendig zu kennen - und es ist ja auch eine viel
zu offensichtliche Wahl. Auf jeden Fall habe ich mir "Abbey Road"
und das weiße Album frisch für meinen Auto-CD-Player gebrannt und
letzte Tage nacheinander weggehört. Und ich muss sagen: klasse Platte,
geht mir im Moment sogar besser als das weiße
Album rein. Auf der ersten Seite Hit auf Hit zum Mitsingen, auf der
zweiten Seiten (weil CD natürlich eine "gedankliche zweite Seite"!)
Lieder wie "Sun King" und "She Came In Thru The Bathroom
Window", die ich total vergessen hatte! |
| Nick Drake: "Five Leaves Left" (Island, Sept. 1969) |
Ein
Jahrhundertplatte! Absolut zeitlos! Bei den Songs fällt es mir schwer,
einzelne hervorzuheben: vielleicht "River Man" und "Three
Hours". In der Begleitung sind die damals auf Island-Platten unverzichtbaren
Richard Thompson von Fairport Convention
(Gitarre) und Danny Thompson von Pentangle
(Kontrabass) zu nennen. Tolle Streicherarrangements von Robert Kirby
und Harry Robinson. |
| Fleetwood Mac: "Then Play On" (Reprise, Sept. 1969) |
Eine recht späte Entdeckung! Natürlich kannte ich ein paar der
alten Hits, "Oh Well" und "Rattlesnake Shake" habe
ich auf einer "Greatest Hits"-Platte sogar schon seit den 70ern
im Regal stehen. Aber erst jetzt, nach etwa 30 Jahren, entdecke ich dieses
Album als ein wahres Juwel. Zu hören ist ein wunderschöner Sound
der drei Gitarristen (auf "Then Play On" sind erst- und
letztmalig Peter Green, Jeremy Spencer und Danny Kirwan
gemeinsam dabei), alles sehr relaxt, kein blödes Blues-gebolze oder
-geschrammel, sondern gute Songs von Green und dem damals 19jährigen
Neuzugang Kirwan.Mit dem Sänger, Songwriter und Ausnahmegitarristen Peter Green an der Spitze praktizierten Fleetwood Mac zu Beginn ihrer Karriere authentischen Blues, der sich nur wenig von den Vorlagen ihrer großen schwarzen Vorbilder aus den USA entfernte. Mit der Veröffentlichung von "Then Play On", welche die letzte LP Greens mit Fleetwood Mac werden sollte, sprengten die Band im Herbst '69 aber die stilistischen Ketten des Blues und boten experimentierfreudige, wie zugleich ausgereifte Rockmusik höchster Güte, die ihre Blueswurzeln aber nicht verleugnete. Bei aller Freude am experimentieren und improvisieren, wie sie sich in ausgedehnten Instrumentalpassagen zeigt, geht aber nie der musikalische Faden verloren. Die exquisite Rhythm-Section (die Namenspaten Mick Fleetwood und John McVie) liefert das Fundament, auf dem sich die drei Gitarristen entfalten können. Der Gesamtsound ist entsprechend gitarrenbetont, atmosphärisch variiert die Musik zwischen kräftigem Rock ("Rattlesnake Shake") und ruhigen, harmonischen Nummern ("Although the Sun is shining"). Bei "Then Play On" handelt es sich um eine erstklassige Rockscheibe, die den Vergleich mit Klassikern der Branche wie "Electric Ladyland" oder "Led Zeppelin IV" keineswegs zu scheuen braucht. Leider wurde der Platte nie die Anerkennung zuteil, welche sie verdient hätte. Ein Umstand, der sich möglicherweise dadurch erklärt, dass sich das Blues-Publikum der frühen Tage von Fleetwood Mac mit der Stiländerung nicht so recht anfreunden konnte, während die Erfolge der Ära nach Peter Green mit einer stilistischen Hinwendung zum Pop einher gingen. Liebhaber der künstlerisch äußerst fruchtbaren Phase der Rockmusik Ende der 60er Jahre sind mit dieser Scheibe indes bestens beraten. (26.02.2004) |
| Love: "Foursail" (Elektra, Sept. 1969) |
|
"Vom Original-Line-Up ist nur Arthur Lee geblieben,
der für die durchweg sehr potenten Songs verantwortlich ist und
dem Band-Sound eine deutlich härtere Richtung gibt. Natürlich
fällt das Album gegenüber dem epochalen Vorgänger Forever
Changes ab und wurde folglich von der Kritik eher negativ bewertet,
aber im Ernst, wie sollte Lee einen solchen Geniestreich wiederholen?
|
| John Mayall: "Turning Point" (Polydor, Sept. 1969) |
Auf
diesem Livealbum aus dem New Yorker Fillmore East wurde John Mayall nur
von Steve Thompson (Bass), Jon Mark (Akustikgitarre) und
Johnny Almond (Sax, Flöte) - also ohne Schlagzeuger - begleitet.
Viele kennen den Song "Room To Move", auf dem Mayall an der
Bluesharp zaubert. Dies war eine der besten Mayall-Bands. Jon und Johnny
machten sich danach bald als Duo "Mark-Allmond" mit mittelprächtigem
Erfolg selbständig. |
| Laura Nyro: "New York Tendaberry" (Columbia, Sept. 1969) |
Sie veröffentlichte ihr erstes Album 1966 mit 19 Jahren, schrieb
damals Hits für die Fifth Dimensions, Blood, Sweat &
Tears u. a., blieb aber bei uns immer obskur. Dies ist ihr drittes
Album, das ich vor langen Jahren mal auf einem Schallplattenflohmarkt
erstanden habe. Die Qualität der Platte ist mir damals zuerst noch
entgangen. |
| King Crimson: "In The Court Of The Crimson King" (Island/E'G, Okt. 1969) |
|
Damals gab's in England die ersten Mellotrons (über Keyboard abgespielte Tonbandschleifen, meist von Geigen und Flöten; kennt man auch von "Stairway To Heaven"), bei deren Verwendung sich neben den Moody Blues King Crimson hervortaten. Auf dieser Platte wird es von Ian McDonald (außerdem an Saxofon und Flöte) bedient. Greg Lake singt und spielt Bass, so gut wie nie mehr danach. Mike Giles an den Drums ist der Wahnsinn. Die Texte stammen durchweg von Pete Sinfield, der sogar als nicht musizierendes Bandmitglied geführt wurde. Anspieltipps: alles, vor allem aber die schöne Ballade "I Talk To The Wind", lange Zeit von Waiting For Louise gecovert. |
| Taj Mahal: "Giant Step" (Columbia, Okt. 1969) |
Ein
weitere Glanztat von Taj Mahal! An der Gitarre brilliert bei dieser Bluesplatte
("Blues" im weiteren Sinne) Jesse Ed Davis. |
| The Band (Capitol, Okt. 1969) |
Die zweite Geniestreich der Fünf. Der Streit der Fans geht dahin,
welche der beiden Platten die bessere ist: für mich bilden beide
die Essenz ihres Gesamtwerkes, danach nie mehr erreicht, obwohl auch die
anderen Platten nicht schlecht sind, sogar die der Reunionplatten ohne
Robertson und Manuel aus den 90ern gefallen mir. Anspieltipps: "Rag
Mama Rag", "Up On Cripple Creek", "The Night They
Drove Old Dixie Down", "Unfaithful Servant". Erwähnenswert
noch eine bekannte & bizarre deutsche Coverversion von "Dixie":
"Am Tag Als Connie Kramer starb" von Juliane Werding.
Der dämliche deutsche Text hat aber nix mit dem Original zu tun.
Und das Arrangement stammt wohl auch eher von Joan Baez etwas süßlicher
Coverversion von 1971. |
| Mighty Baby (Head, Okt. 1969) |
Lost And Found!(28.10.2006) |
| The Pentangle: "Basket Of Light" (Transatlantic, Okt. 1969) |
Pentangle
waren einzigartig: zwei erfolgreiche Folksänger und Akustikgitarristen
(Bert Jansch und John Renbourn) taten sich mit einer Jazz-Rhythmusgruppe
(Terry Cox und Danny Thompson) und einer Sängerin mit
Elfenstimme (Jacqui McShee) zusammen und spielten sich mit ihren
eigenwilligen und einzigartigen Mixtur aus Folk und Jazz bei diesem 3.
Album sogar auf Platz 5 der britischen Charts! |
| The Tony Williams Lifetime: "Emergency" (Verve, Okt. 1969) |
Ein
Klassiker des Jazzrock - und eines der legendärsten Trios im Jazz:
Trommler Tony Williams, Gitarrengott John McLaughlin (vor
seinem Durchbruch) und Orgel-Geheimtipp Larry Young, dem heimlichen
Star dieser Platte. (17.08.2011)
|
| Jefferson Airplane: "Volunteers" (RCA/Grunt, Nov. 1969) |
Musikalisch und textlich sicherlich einer der Höhepunkte in der Bandgeschichte.
Zur Stammbesetzung um Paul Kantner (v,g), Marty Balin (v),
Grace Slick (v), Jorma Kaukonen (g), Jack Casady
(bg) und Spencer Dryden (dr) kamen Nicky Hopkins am Piano,
der besonders in "Wooden Ships", das David Crosby mit
textlicher Unterstützung von Stephen Stills und Paul Kantner
schrieb, glänzt. Das Stück gefällt mir hier sogar noch
viel besser als bei CS&N. "Eskimo Blue Day"
ist ein weiteres sehr schönes Lied, das später vom Gun
Club genial gecovert wurde. David Crosby, Stephen Stills,
aber auch Jerry Garcia, waren mit im Studio. |
| Captain Beefheart & His Magic Band: "Trout Mask Replica" (Reprise, Nov. 1969) |
Das Meisterwerk des Captains, produziert von Frank Zappa, völlig
FAR OUT zu seiner Zeit und auch heute noch absolut wunderbar, verwirrend
und zersetzend. Ich muss gestehen, dass ich die Platte nicht oft hören
kann und vermute, dass das auch bei vielen anderen Leuten so ist. Trotzdem
taucht das Album in vielen Bestof-Listen auf! Ob die Leute die Platte
wirklich immer gehört haben, oder sie nur aufführen, weil man
dieses Album als Musikfreak gut findet muss? Egal. Ich gebe zumindest
zu, dass ich Don Van Vliet in seiner frühen "kommerziellen"
Phase auf den beiden "Spot"-Alben von 1972 ("Clear
Spot" und "The Spotlight Kid") noch lieber höre.
"Kommerziell" dabei natürlich nur im relativen Sinne.
|
| Scott Walker: "Scott 4" (Phillips, Nov. 1969) |
|
| The Grateful Dead: "Live/Dead" (Warner, Dez. 1969) |
Dieses Live-Doppelalbum ist die Quintessenz der Dead, die hier vor allem
bei der Kollektivimprovisation "Dark Star" zur Höchstform
auflaufen. Vorhergehende Studioproduktionen hatten nie die Livequalität
der Band erreicht. |
| Fairport Convention: "Liege & Lief" (Island, Dez. 1969) |
|
|
| The Rolling Stones: "Let It Bleed" (Decca, Dez. 1969) |
|
Anmerkung: "Sympathy For The Devil" ist natürlich von
"Beggars Banquet".
Da habe ich einen bösen Faux Pas begangen, der von den Junx aus
dem "Rolling-Stone-Forum" gnadenlos aufgedeckt wurde. Asche
auf mein Haupt. Zu meiner Entlastung kann ich leider nur sagen, dass
ich damals, als diese Platte erschien, 10 Jahre jung war und inzwischen
schon über 40 bin (das Gedächtnis lässt nach!) |
| Michael Chapman: "Rainmaker" (EMI/Harvest, 1969) |
Ein unterbewerteter englischer Sänger und Gitarrist mit seinem Debüt.
Von seinen zahlreichen Alben habe ich im Laufe der Jahre so einige aus
den Grabbelkisten ziehen können, ohne dabei ein wirklicher Kenner
von Michael Chapman zu werden, aber dieses hier gefällt mir am besten.(05.06.2008) |
| Bonnie Dobson: "Bonnie Dobson" (RCA, 1969) |
Lost & Found!(04.04.2010) |
| Judy Henske & Jerry Yester: "Farewell Aldebaran" (Straight, 1969) |
Lost And Found! |
| Charlie Musselwhite: "Tennessee Woman" (Vanguard, 1969) |
|
|
| Milton Nascimento: "Courage" (A&M/CTi, 1969) |
Zum ersten Mal nimmt der brasilianische Sänger und Gitarrist in den
USA bei einem Jazzlabel auf. An den Tasteninstrumenten findet man die
prominentesten Begleiter: Herbie Hancock, sehr "banddienlich"
spielend, am Piano und Eumir Deodato an der Orgel. Gewöhnungsbedürftig
für viele sind sicherlich die für eine Creed Taylor-Produktion
typischen Streicher, aber wenn man davon mal absieht oder sich sogar dran
gewöhnt hat, ist das eine ganz vorzügliche Platte, die dem Brasilien-Unkundigen
den ersten Schritt in eine neue musikalische Welt ermöglicht.(26.03.2006) |
| Pharoah Sanders: "Karma" (Impulse!, 1969) |
|
|
| The Savage Rose: "In The Plain" (Polydor, 1969) |
Sehr wahrscheinlich ist dies die einzige dänische Band auf diesen
Seiten. In den wilden Spät60ern hatte die Band bei uns und in den
USA einen gewissen Bekanntheitsgrad - auch mir war sie zumindest vom Namen
her bekannt. Vor einiger Zeit fand ich dann dieses Album mit dem schönen
Cover in einer Grabbelkiste und habe einfach mal zugeschlagen: schöne
"psychedelische Undergroundmusik", irgendwo zwischen Jefferson
Airplane und Amon Düül II. Die Sängerin Annisette
klingt ein wenig wie Björk, der Gitarrist Nils Tuxen
wurde später einer der angesagtesten Pedalsteeler zwischen Hamburg
und Nashville und spielte für u. a. für Truckstop und
Texas Lightning. (na: ist das nicht ein cooles Namedropping???)(12.09.2004) |
| The Savage Rose: "Travelin'" (Polydor, 1969) |
Vor
wenigen Tagen habe ich das dritte Album dieser dänischen Band als altes
Originalvinyl für wenig Geld erstanden. Eine schöne Platte, die mich sogar
inspiriert hat ein neues Lied zu schreiben: "Perfect
Day". Einziger Kritikpunkt vielleicht: die Kleiderwahl der Band für das Coverfoto ist ziemlich bunt, aber nicht sehr glücklich. Im besten Fall kann man sagen: uneinheitlich. Sängerin Annisette im aparten Minikleid, Spinettspielerin Maria im geschmackvollen mittellangen Kleid, während gleich drei der Junx eher nach Winter aussehen ... (06.07.2009) |
| T-Bone Walker/Joe Turner/Otis Spann: "Super Black Blues" (Flying Dutchman, 1969) |
Der
etwas marktschreierische Titel trifft es aber haargenau: Hier kamen drei
Meister des Blues zu einer entspannten Studiosession zusammen: der Sänger/Gitarrist
T-Bone Walker, für viele der beste Bluesgitarrist noch vor
B.B. King und hier wohl "Primus inter pares" (oder wie das heißt),
der "Shouter" Big Joe Turner, sowie der wenig später
verstorbene Pianist Otis Spann. Unterstützt wurden sie von
einer wirklich hochkarätigen Begleitband mit Harmonikaspieler George
Smith (von der Muddy Waters-Band), Jazztrommler Paul Humphrey
(spielt auch auf Steely Dan's "Aja"!)
und Saxofonlegende Ernie Watts. Nur Bassist Ron Brown und
Gitarrist Arthur Wright sind mir nicht bekannt. Produziert in exquisitem
Klang wurde das Ganze von Bob Thiele, der sonst für das Jazzlabel
Blue Note arbeitete. Die Produktion orientiert sich in Klang und
Coverästhetik stark an Jazzplatten aus dieser Zeit (Blue Note, Riverside,
etc.). Meine Vinylplatte ist mir übrigens vor einiger Zeit zerbrochen
und ich war jahrelang nicht in der Lage, mir ein neues Exemplar zu besorgen.
Und ENDLICH ist jetzt in England eine CD-Wiederveröffentlichung draußen,
die ich mir natürlich sofort bestellt habe! |
| Al Wilson: "Searching For The Dolphins" (Soul City, 1969) |
Lost
And Found! |
| Steve Young: "Rock Salt & Nails" (RCA, 1969) |
![]() |
| Xhol Caravan: "Electrip" (Hansa, 1969) |
|
"End-60er Jazz trifft auf psychedelischen Rock in langen fließenden Stücken, in denen die Struktur weniger zählt als das Gefühl. Mal ruhige mal wilde Instrumentale mit ein wenig Zappa und viel Soft Machine." (Glitterhouse) Meine Reissue-CD stammt von dem etwas merkwürdigen Label "Garden Of Delight", das sich wohl als Hort des spät60er/früh70er "Progressive Rock" versteht und mit Xhol Caravan da sicherlich eine wunderbare Restaurationsarbeit geleistet hat. Und grundsätzlich bin ich dem "Progressive Rock" dieser Zeit ja auch nicht völlig abgeneigt, aber einige der Garden Of Delights-Wiederveröffentlichungen sind sicherlich nur was für hart gesottene Fans dieses Genres. Oder stimmt einfach nur das Marketing nicht? Hier einige Zitate zu anderen Veröffentlichungen des Labels vom Hüllentext, die ich mir dann doch nicht verkneifen kann:
|
| Townes van Zandt: "Our Mother The Mountain" (Tomato, 1969) |
Das
zweite Album eines der besten Songschreibers vor dem Herren! Eine sparsame
Produktion von Jack Clement, meist nur Kontrabass und dezentes
Schlagzeug zu Townes' Gitarre. Von den superben Liedern sei nur auf drei
verwiesen: "Kathleen" (1994 von den Tindersticks gecovert),
"Tecumseh Valley" (1992 von Nanci Griffiths auf ihrem
Album "Other Voices/Other Rooms"
und 1995 von Steve Earle auf seinem Akustikalbum "Train
A Comin'" geadelt) und "Snake Mountain Blues" (zum
schweren Rocker auf "New West Motel"
von den Walkabouts mutiert). |
| << 1968 | Oben | 1970 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 17.08.2011 23:13 | 30935 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Eine
meiner absoluten Lieblingsplatten! Habe ich irgendwann ca. 1974/75 von
meinen besten Freunden zum Geburtstag geschenkt bekommen. Keine Ahnung,
was die Jungs dazu veranlasst hatte, mir diese Scheibe zu schenken, da
sie ja damals bereits schon etwa 5 Jahre alt war. Die Moodies haben vorher
und nachher leider nie mehr diese Klasse erreicht. Vergesst "Nights
in White Satin" und hört diese Platte, bei der alle Lieder ineinander
übergehen und ein Gesamtkunstwerk bilden. Wenn's geht, über
Kopfhörer!
Gleich
drei starke Alben gab's im Jahre '69 von Englands bester Folkrockband.
Allerdings ist dieses insgesamt 2. Album der Band als Übergang von
amerikanisch orientiertem Singer/Songwriter-Musik (z.B. Dylans
"I'll Keep It With Mine" und Joni Mitchells "Eastern
Rain") hin zu altenglischem Liedgut ("She Moves Through The
Fair", "Nottamun Town") einzuschätzen. Zum Kern der
Band (Bassist Ashley Hutchings, Trommler Martin Lamble und
den Gitarristen Richard Thompson und Simon Nicol) kam für
Judy Dyble die neue Sängerin Sandy Denny, die damals bereits
ihre eigene Karriere als Folksängerin hatte. Sänger Ian Matthews
war allerdings zum letzten Mal dabei (bzw. beim Folgealbum "
Herbie
Mann ist sicherlich einer der einflussreichsten Flötisten des Jazz,
der auf seinen zahllosen Platten mit vielen Stilen experimentiert hat.
"Memphis Underground" ist durchaus als "Zeitgeistplatte"
anzusehen: sie bringt Jazzsolisten (Herbie Mann selber, Freejazz-Gitarrist
Sonny Sharrock, Jazzrock-Gitarrist Larry Corryell und den
Vibraphonist Roy Ayers) mit der damals angesagten Memphis-Rhythmusgruppe
um Reggie Young und Bobby Emmons zusammen. Produziert hat
das Ganze der legendäre Tom Dowd. Gespielt werden funkige
Soulgrooves (z.B. der bekannte Titelsong) und Instrumentalversionen von
Soulhits ("Chain Of Fool", "Hold On I'm Coming") ,
auf denen sich die Solisten improvisatorisch ausbreiten können.
Van
Der Graaf waren eine der unterbewerteten Band der britischen "Progressive-Rock-Szene"
in den frühen 70ern. Dies ist ihr Debüt-Album. dass eigentlich
als Soloalbum des Sängers Peter Hammill geplant war, da sich
die Band Ende 1968 aufgelöst hatte (das tat sie danach noch des Öfteren).
Da aber die anderen Mitspieler, Hugh Banton (keyb), Keith Ellis
Wegen
"Born On The Bayou" und nicht wegen "Proud Mary" mein
klarer Favorit von den Jungs!
Diese
Platte ist vor allem wegen der über 20minütigen Version von
Bo Diddley's "Who Do You Love" bekannt. Aus der Band sind die
Gitarristen Gary Duncan und John Cippolina hervorzuheben.
Stammsänger Dino Valenti ist dieses mal nicht dabei (war er
zu der Zeit im Knast? Keine Ahnung), weshalb sich Gary Duncan und Bassist
David Freiberg die Leadvocals teilen.

Auch
Cohens zweite Platte war wieder voller zukünftiger Klassiker, z.B.
"Story Of Isaac" und natürlich "Bird On The Wire".
Nachdem
Gram Parsons bei den 
Der
größte Erfolg der "Motor City Five" aus Detroit war
dieses Livealbum mit dem berühmten "Beep" über einer
"Motherfucker"-Ansage. Beide Gitarristen erlangten danach Kultstatus,
wenn auch keinen übermäßigen Wohlstand: Wayne Kramer
als Semilegende in Punkrockkreisen, Fred "Sonic" Smith
durch seine Heirat mit Patti Smith . Das schöne Comeback-Album
nach der Kinderpause von 1988, "
Dylans
Platte aus Nashville ist viel besser als ihr Ruf. Mit "Lay Lady Lay"
gab's nach längerer Pause auch mal wieder einen Hit. Schön ist
auch das Duett mit Johnny Cash bei "Girl From The North Country".
Diese
Platte, die nur wenige Monate vor dem Meisterwerk "
Der
Mann ist leider relativ unbekannt geblieben, sang zuvor im nicht so tollen,
aber erfolgreichen Kingston-Trio und hat u. a. für die Monkees
Hits geschrieben ("Daydream Believer"). Auf dieser Platte findet
man sein anderes bekanntes Stück "July You're A Woman"
(würdet ihr alle wieder erkennen, wenn ihr's hört!)
Kurz
nach "
1969
trafen sich drei Ex-Mitglieder von recht erfolgreichen Bands, die aus
dem Stand deren Vorgaben noch getoppt haben: David Crosby hatte
die Byrds verlassen (McGuinn wollte für "
Der
dritte Streich meiner Helden, noch etwas unausgegoren, aber schon mit
einigen Klassesongs (z.B. "Saint Stephen" und "China Cat
Sunflower", fast alle Texte inzwischen von bandeigenen Lyriker Robert
Hunter und die Musik von Leadgitarrist Jerry Garcia mit gelegentlicher
Unterstützung von Bassist Phil Lesh), denn ihre psychedelischen
Exkursionen kamen erst live voll zur Geltung, weshalb wenige Monate später
auch das Live-Doppelalbum "
Bei
seiner zweiten Platte tat sich Neil Young mit Crazy Horse (Billy Talbot,
Ralph Molina und Danny Whitten) zusammen: ein neuer Sound
war geboren. Von mir erst relativ spät entdeckt enthält die
Platte bereits drei seiner besten Songs: "Cinnamon Girl", "Cowgirl
In The Sand" und "Down By The River".
Miles
beim Übergang vom "normalen" Jazz zum Jazzrock, dieses
mal sehr leise (siehe LP-Titel!). Jeder seiner Begleiter war bzw. wurde
danach selber ein Star: John McLaughlin, Chick Corea,
Herbie Hancock, Wayne Shorter, Dave Holland, Tony
Williams und Josef Zawinul. Was für eine Mannschaft!
Das
Debüt. Merkwürdigerweise eine meiner sehr späten Entdeckungen.
Aber auf jeden Fall um Klassen besser als das, was in den letzten Jahren
von Carlos und seiner Truppe samt Gaststars zu hören ist. Na ja -
gönnen wir ihm den spätem kommerziellen Erfolg!
Dieses
Doppelalbum brachte Waters den Durchbruch beim Rockpublikum. Dazu wurde
eine der damals beliebten "Supersessions" angesetzt, die dieses
mal aber zu einem wunderbaren Ergebnis führte. Weitere "Väter"
waren: Otis Spann und der Drummer Sam Lay. Wir hören
die "Söhne" Paul Butterfield, Buddy Miles
und Michael Bloomfield.
Ein
Jahrhundertplatte! Absolut zeitlos! Bei den Songs fällt es mir schwer,
einzelne hervorzuheben: vielleicht "River Man" und "Three
Hours". In der Begleitung sind die damals auf Island-Platten unverzichtbaren
Richard Thompson von
Weniger
erfolgreich als der Vorgänger "
Auf
diesem Livealbum aus dem New Yorker Fillmore East wurde John Mayall nur
von Steve Thompson (Bass), Jon Mark (Akustikgitarre) und
Johnny Almond (Sax, Flöte) - also ohne Schlagzeuger - begleitet.
Viele kennen den Song "Room To Move", auf dem Mayall an der
Bluesharp zaubert. Dies war eine der besten Mayall-Bands. Jon und Johnny
machten sich danach bald als Duo "Mark-Allmond" mit mittelprächtigem
Erfolg selbständig.
Das
tolle Debüt von Robert Fripps Supertruppe. Unerreicht und
mit nichts anderem vergleichbar. Jeder kennt dieses Cover. Es zierte
in den frühen 70ern auch die Tür einer Freakkneipe in Duisburg,
an der wir damals auf unserem Weg mit der Straßenbahn nach Duisburg-Mitte,
meist auf dem Weg zum Amsterdam-Record-Shop, oft vorbeikamen.
Wir waren von dem Bild beeindruckt, ohne zuerst zu wissen, um was es
sich dabei handelte.
Ein
weitere Glanztat von Taj Mahal! An der Gitarre brilliert bei dieser Bluesplatte
("Blues" im weiteren Sinne) Jesse Ed Davis.
Pentangle
waren einzigartig: zwei erfolgreiche Folksänger und Akustikgitarristen
(Bert Jansch und John Renbourn) taten sich mit einer Jazz-Rhythmusgruppe
(Terry Cox und Danny Thompson) und einer Sängerin mit
Elfenstimme (Jacqui McShee) zusammen und spielten sich mit ihren
eigenwilligen und einzigartigen Mixtur aus Folk und Jazz bei diesem 3.
Album sogar auf Platz 5 der britischen Charts!
Ein
Klassiker des Jazzrock - und eines der legendärsten Trios im Jazz:
Trommler Tony Williams, Gitarrengott John McLaughlin (vor
seinem Durchbruch) und Orgel-Geheimtipp Larry Young, dem heimlichen
Star dieser Platte.

Vor
wenigen Tagen habe ich das dritte Album dieser dänischen Band als altes
Originalvinyl für wenig Geld erstanden. Eine schöne Platte, die mich sogar
inspiriert hat ein neues Lied zu schreiben: "
Der
etwas marktschreierische Titel trifft es aber haargenau: Hier kamen drei
Meister des Blues zu einer entspannten Studiosession zusammen: der Sänger/Gitarrist
T-Bone Walker, für viele der beste Bluesgitarrist noch vor
B.B. King und hier wohl "Primus inter pares" (oder wie das heißt),
der "Shouter" Big Joe Turner, sowie der wenig später
verstorbene Pianist Otis Spann. Unterstützt wurden sie von
einer wirklich hochkarätigen Begleitband mit Harmonikaspieler George
Smith (von der Muddy Waters-Band), Jazztrommler Paul Humphrey
(spielt auch auf Steely Dan's "

Das
zweite Album der hessischen Musikkommune, ein frühes Werk des deutschen
Progressive Rocks - und sogar auf dem Hansa-Label veröffentlicht,
das zwar 10 Jahre später auch das Debüt der wunderbaren Band
Das
zweite Album eines der besten Songschreibers vor dem Herren! Eine sparsame
Produktion von Jack Clement, meist nur Kontrabass und dezentes
Schlagzeug zu Townes' Gitarre. Von den superben Liedern sei nur auf drei
verwiesen: "Kathleen" (1994 von den Tindersticks gecovert),
"Tecumseh Valley" (1992 von Nanci Griffiths auf ihrem
Album "