Das
Album des Jahres
| The Grateful Dead: "American Beauty" (Warner, Sept. 1970) |
Kurz nach "Working Man's Dead" der
zweite Geniestreich der Dead, diesmal mit "Friend Of The Devil",
"Box Of Rain" (Phil Lesh singt!), "Sugar Magnolia",
"Candyman", "Ripple" und "Truckin'". Letzter
Titel kam dem am nächsten, was man bei den Dead einen Singlehit
nennen könnte.
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weitere
Highlights ...
| Syd Barrett: "The Madcap Laughs" (EMI/Harvest, Jan. 1970) | |||||||||||||||||||||
Nach
den Ausstieg/Rausschmiss bei Pink Floyd (Dave Gilmour hatte den
zunehmend unzuverlässiger werdenden Syd Barrett als zweiter Gitarrist
zuerst unterstützt und dann ganz ersetzt) konnte sich Barrett noch
zu zwei kurz nacheinander eingespielten Soloalben aufraffen, die interessanterweise
von seinen Ex-Kollegen Roger Waters und David Gilmour betreut
wurden. Danach verschwand er bis zum heutigen Tag in der Versenkung und
wurde zur Kultfigur. Zu Recht oder zu Unrecht? Darüber kann man streiten.
Zumindest ist "Madcap" eine schöne Platte geworden! |
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| John & Beverley Martyn: "Stormbringer!" (Island, Feb. 1970) | |||||||||||||||||||||
Nach
einem Start als Solist brachte der Schotte John Martyn 1970 kurz hintereinander
zwei klasse Platten mit seiner Frau Beverley heraus (Neben "Stormbringer!"
noch "Road To Ruin" im November). Danach
trennten sich ihre Wege sowohl privat, als auch musikalisch. Produziert
in den USA von Legende Joe Boyd (Nick Drake,
Fairport Convention, Incredible String Band),
begleitet von Paul Harris (keyb), Harvey Brooks (bg) und
den Drummern Levon Helm (The Band),
Herb Lovelle und Bill Mundi (Frank Zappa). |
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| Ian Matthews: "Matthews' Southern Comfort" (Decca, Jan. 1970) | |||||||||||||||||||||
Solodebüt
des Ex-Fairport Convention-Sängers
mit tatkräftiger Unterstützung seiner alten Kollegen Richard
Thompson, Simon Nicol und Ashley Hutchings. Produziert
und komponiert von Matthews, Ken Howard und Alan Blaikely (unter
dem Pseudonym Steve Barlby). Der Sound ist och sehr "britisch":
mehr Folk als Country. Mit dabei ist aber auch schon der Pedalsteeler
Gordon Huntley, mit dem Matthews zusammen im Laufe des Jahres noch
die Alben "Second Spring" und "Later
The Same Year" und den Singlehit "Woodstock" mit stärker
Orientierung zum amerikanischen Countryrock hin einspielen wird. |
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| Tim Buckley: "Blue Afternoon" (Straight, Feb. 1970) | |||||||||||||||||||||
Einer
der Höhepunkte in Buckleys Werk. Enthält mit "Chase The
Blues Away", "I Must Have Been Blind" und "Blue Melody"
drei absolute Klassiker. Die Aufnahmesession im Oktober 1969 war dermaßen
produktiv, dass noch Material für 2 weitere Platte anfiel: "Lorca"
und große Teile von "Starsailor". |
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| Randy Newman: "12 Songs" (Reprise, Feb. 1970) | |||||||||||||||||||||
Hinter
dem schlichten Titel verbirgt sich bereits die zweite von Newmans genialen
Songkollektionen. In der hochkarätigen Studiotruppe befanden sich
Ry Cooder, Clarence White &
Gene Parsons von den Byrds und Ron Elliott von den Beau
Brummels. Anspieltipps: "Have You Seen My Baby?", "Let's
Burn Down The Cornfield" und "Old Kentucky Home". |
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| James Taylor: "Sweet Baby James" (Warner, Feb. 1970) | |||||||||||||||||||||
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| Van Der Graaf Generator: "The Least We Can Do Is Wave To Each Other" (Charisma, Feb. 1970) | |||||||||||||||||||||
Mit ihrem zweiten Album schaffte es die Band tatsächlich zum ersten
und einzigen Mal in die britischen Albumcharts (#47). Das war natürlich
ein Irrtum, denn diese "Underground"-Musik mit Jazzanleihen
und komplexen literarischen Texten war nie etwas für den Massengeschmack.
Tragende Elemente des Bandsounds waren die Orgel von Hugh Banton,
das Saxofon von Dave Jackson und die virtuose Rhythmusgruppe (Nic
Potter am Bass, Guy Evans am Schlagzeug), während das
Gitarrenspiel des Sängers Peter Hammill eine eher untergeordnete
Rolle spielte. Es gab - für die damalige Zeit eher ungewöhnlich-
keinen Leadgitarristen! |
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| The Doors: "Morrison Hotel/Hard Rock Cafe" (Elektra, März 1970) | |||||||||||||||||||||
Ihr
5. Album gilt zwar gemeinhin nicht als ihr bestes, hat mir aber immer
gut gefallen, vor allem wegen "Roadhouse Blues" (tolle Harp!),
"The Spy" (tolle Gitarre!) und natürlich "Ship Of
Fools" (Morrison' Stimme!). Die Single "You Make Me Real"
(b.w. "Roadhouse Blues") hatte ich ca. 1973 gebraucht bei einem
Opa erstanden, der in Wesel in einem kleinen Laden vor allem Groschenromane,
aber auch ein paar Singles verkaufte. Die Platte habe ich dann später
blöderweise an einen Oldiesammler für zu wenig Geld abgegeben. |
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| Crosby, Stills, Nash & Young: "Deja Vu" (Atlantic, März 1970) | |||||||||||||||||||||
Nach
der Trioplatte vom vergangenen Jahr jetzt der große Wurf mit Neil Young
als viertem im Bunde. Fasst nur klasse Songs, sodass ich keinen hervorheben
möchte. Jerry Garcia bei "Helpless" an der Pedalsteel! |
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| The Greatest Show On Earth: "Horizons" (EMI/Harvest, März 1970) | |||||||||||||||||||||
Lost & Found!
(21.01.2009)
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| Joni Mitchell: "Ladies Of The Canyon" (Reprise, April 1970) | |||||||||||||||||||||
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| Van Morrison: "Moondance" (Warner, März 1970) | |||||||||||||||||||||
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| Amon Düül II: "Yeti" (Liberty, März 1970) | |||||||||||||||||||||
Diese
deutsche musizierende Hippiekommune galt als Inbegriff des "Krautrocks".
Yeti ist ein schwer verdauliches, aber beeindruckendes Doppelalbum. |
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| Brinsley Schwarz (United Artists, April 1970) | |||||||||||||||||||||
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Zurück in England wurde dann der ganze Aufwand zurückgefahren und die Band spielte in den englischen Pub, begründete damals so etwas wie den "Pubrock" und veröffentlichte noch ein paar sehr schöne, doch kaum verkaufbare Alben (u. a. "Silver Pistol" und "Nervous Down The Road" in 1972 und "New Favourites" in 1974), bevor ganz Schluss war. Nick Lowe wurde erfolgreicher Solist, Produzent und Songschreiber und spielte mit Dave Edmunds bei Rockpile, Brinsley Schwarz und Keyboarder Bob Andrews machten die letzten Gigs der anderen kultigen Pubrocker Ducks Deluxe mit und landeten danach mit deren Gitarrist Martin Belmont bei Graham Parkers & The Rumour. |
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| Miles Davis: "Bitches Brew" (Columbia, April 1970) | |||||||||||||||||||||
Carlos
Santana sagte dazu: Das klingt so, als würde ein Jahr New York
auf 25 Minuten komprimiert. Wir hören auf diesem Doppelalbum die
Creme de la Creme des Jazzrock, u.a. John
McLaughlin, Chick Corea, Jack DeJohnette, Dave Holland,
Wayne Shorter, Josef Zawinul, Lenny White, Benny
Maupin und Larry Young. |
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| Ihre Kinder: "Leere Hände" (Polydor/Kuckuck, April 1970) | |||||||||||||||||||||
Lost
& Found!(08.08.2010) |
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| Delaney & Bonnie & Friends: "On Tour With Eric Clapton" (Atlantic, Mai 1970) | |||||||||||||||||||||
Live
in England Ende 1969 mitgeschnitten Rock&Soul-Revue des Ehepaars Delaney
& Bonnie Bramlett, bei der Eric Clapton sich als Begleiter
im Hintergrund von den Belastungen seiner Rockstarzeit bei Cream erholen
wollte. Die Band ist auch darüberhinaus absolut hochkarätig:
als zweier Gitarrist spielt Ex-Traffic-Mann Dave Mason. Mit dem
Kern der Rhythmusgruppe (Keyboarder Bobby Whitlock, Bassist Carl
Radle und Drummer Jim Gordon) gründet Clapton kurz danach
"Derek & The Dominoes". Der Bläsersatz
(Saxofonist Bobby Keys und Trompeter Jim Price) war damals
der angesagteste im ganzen Rock'n'Roll (Rolling Stones, etc.). Ausserdem
singt noch meine ganz besondere Traumfrau Rita
Coolidge im Chor. |
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| King Crimson: "In The Wake Of Posidon" (Island/E.G., Mai 1970) | |||||||||||||||||||||
Bei
der zweiten Platte ist Robert Fripp jetzt der unumschränkte
Chef des Ganzen. Ian McDonald ist nicht mehr dabei (er arbeitet
am Debüt von "McDonald And Giles")
und wird am Saxofon von Mel Collins ersetzt (das Mellotron spielt
Fripp jetzt selber). Greg Lake singt nur noch, wird allerdings
beim wundervollen "Cadence and Cascade" von Gordon Haskell
abgelöst, dem Bassisten der nächsten Platte "Lizard".
Den Bass bedient Peter Giles, der Bruder von Drummer Michael
Giles. Am Klavier brilliert der Jazzer Keith Tippett. Von den
vielen guten Songs neben "Cadence" sei noch auf die bizarre
Single "Cat Food" hingewiesen. |
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| The Who: "Live At Leeds" (Polydor, Mai 1970) | |||||||||||||||||||||
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Es lohnt sich übrigenz die Anschaffung der remasterten CD von 1995, die statt der ürsprünglichen 6 Lieder jetzt (fast) das ganze Konzert aus der Universität von Leeds vom 14.02.1970 enthält und auf satte 75 Minuten kommt! |
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| Fotheringay (Island, Juni 1970) | |||||||||||||||||||||
Nach ihrem Ausstieg bei Fairport Convention gründete Sandy
Denny mit ihrem späteren Mann, dem australischen Sänger
Trevor Lucas und dem genialen amerikanischen Gitarristen Jerry
Donahue diese Band, die es aber nur auf diese eine Platte brachten,
bevor Sandy Denny ihre Solokarriere startete. Lucas und Donahue findet
man 1973 dann bei Fairport Convention, zu denen 1974 für 2 Platten
auch Sandy Denny zurückkehrt. Der damalige Drummer Gerry Conway
hat übrigens vor ca. 3 Jahren bei Fairport-Convention angeheuert
- man sieht: der Fairport-Stammbaum samt aller Ableger ist eine Sache
für sich. Kann man alles, wenn ich mich richtig erinnere, auf dem
Best-Of-Doppelalbum von Fairport nachlesen. Donahue hat seit den 90ern
Riesenerfolg mit der Telecaster-Allstarband "Hellecaster",
die zwar virtuos musizieren, mich aber musikalisch nicht berühren.
Donahue spielte m.E. nie besser Gitarre als auf dieser Platte hier. Anspieltipps:
Gordon Lightfoots "The Way I Feel", Dylans "Too Much Of
Nothing", Dennys "Nothing More" und das Traditional "Banks
Of The Nile". |
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| The Grateful Dead: "Workingman's Dead" (Warner Bros., Juni 1970) | |||||||||||||||||||||
Sorgten sie noch im Jahr zuvor mit ihren Endlosjams (verdientermassen)
für Aufmerksamkeit ("Live/Dead"
von 1969), so glänzten sie im Jahr 1970 durch zwei wunderbare,
songorientierte Alben, die ihre Countrywurzeln deutlich werden liessen.
Jerry Garcia entdeckte die Pedalsteel und es erklingt mehrstimmiger
Gesang á la CSN&Y. Zahlreiche Dead-Klassiker finden sich
auf diesem Album: "Uncle John's Band", "Dire Wolf",
"Cumberland Blues", "Black Peter" und "Casey
Jones".
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| Michael Nesmith: "Magnetic South" (RCA, Juni 1970) | |||||||||||||||||||||
Michael
Nesmith größte Leistung ist sicherlich nicht seine Schauspielerei
in der Fernsehserie "The Monkees", sondern sein Bemühen,
Country und Rock auf seinen Soloplatten zusammenzubringen. Weit vor den
kommerziell erfolgreicheren Bemühungen der Eagles. Erwähnenswert
sind noch die genialen Beiträge des Pedalsteelgitarristen Red
Rhodes. |
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| The Association: "Live" (Warner, Juli 1970) | |||||||||||||||||||||
Die beste "uncoolste" Gesangstruppe der Popmusik nach den Beach
Boys mit einem Live-Doppelalbum. Auch das ist sicherlich keine prickelnde
Option, liebe Leute, aber tut mir einen Gefallen und hört Euch diese
Wahnsinnschöre an! Live mit allen 7 Musikern eingesungen, die alle
auch noch vorzügliche Instrumentalisten sind. Sogar auf der BLOCKFLÖTE,
was auch nicht gerade ein "cooles" Instrument ist! Zwar ist
das alles "nur" Popmusik, aber eben WUNDERSCHÖN gemacht.
Die CD lief in den letzten Tagen so oft im Auto und zu hause, dass ich
-allen Kritikern zum Trotz- das Album in meiner Liste der Allzeit-Live
Classics aufgenommen habe.(30.04.2005) |
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| Creedence Clearwater Revival: "Cosmo's Factory" (Fantasy, Juli 1970) | |||||||||||||||||||||
Man
muss sich das heute malvorstellen: zwischen Sommer 68 und Frühjar
71 haben es CCR in knapp 3 Jahren auf 7 Studioalben (2x Nr. 1, 5x Top10
in USA) und 12 Singles (9x Top10) gebracht. "Cosmo's Factory"
war vor ca. 30 Jahren meine erste Begegnung mit der Band ausserhalb des
Radios: ich bekam von meiner Kusine Linda aus Düsseldorf eine lila
Agfa-Cassette mit der ganzen Platte drauf. Jeder Song auf dem Album ist
gut: Seien es die Coverversionen ("Before You Accuse Me" von
Bo Diddley, "Ooby Dooby" von Roy Orbison, "My
Baby Left Me" von Arthur Crudup (berühmt durch Elvis'
Version) und "I Heard It Through The Grapevine" von Marvin
Gaye) oder die geniale Eigenkompositionen von John C. Fogerty
(u.a. "Travelin' Band", "Lookin' Out Of My Backdoor",
"Who'll Stop The Rain" und "Long As I Can See The Light"). |
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| Fairport Convention: "Full House" (Island, Juli 1970) | |||||||||||||||||||||
Das erste Album nach dem grossen Umbruch. Sandy
Denny war weg um Fotheringay , Bassist
Ashley Hutchings um die Albion Band zu gründen. Ausgerechnet
die beiden Musiker, die den Wechsel vom Singer/Songwriter-Stil US-amerikanischer
Prägung des Debütalbums hin zu eigenständigem britischen
Folkrock eingeleitet hatten! Als Sänger teilten sich nun Geiger Dave
Swarbrick und Leadgitarrist Richard Thompson diesen Job, neu
hinzu kam Bassist Dave Pegg. Interressanterweise ist Pegg der einzige
aus dieser Fairport-Besetzung , der seitdem konstant dabei war, denn Drummer
Dave Mattacks ist seitdem zweimal ausgestiegen und nur einmal wieder
eingestiegen (ergo jetzt nicht mehr dabei) und Rhythmusgitarrist Simon
Nicol war von 1973 bis 1975 aussen vor. Das Album hat vielleicht nicht
die Klasse von "Liege & Lief",
enthält mit "Walk Awhile" und "Sloth" aber zwei
wunderschöne Thompson/Swarbrick-Originale. |
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| Spooky Tooth: "The Last Puff" (Island, Juli 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
vierte Album der Band, die leider aufgrund zu vieler Besetzungswechsel
immer wieder zurückgeworfen wurde und meist im Schatten ähnlicher
Bands, wie etwa den Labelmates von Traffic, stand. Neben den Langzeitkräften
Mike Harrison (Gesang), Gitarrist Luther Grosvenor (später
unter dem Namen "Ariel Bender" bei Mott The Hoople) und Drummer
Mike Kellie (später bei der Punklegende The
Only Ones dabei) wurden die Lücken von den drei auch als Grease
Band bekannten Joe Cocker-Musikern Chris Stainton (keyb), Henry
McCullough (g) und Alan Spenner (bg) geschlossen. Das Repertoire
bestand zum grössten Teil aus Coverversionen, da der bisherige Hauptsongschreiber
Gary Wright die Band für eine Solokarriere verlassen hatte.
Neben Elton John's "Son Of Your Father" und "Down River"
von David Ackles ist da vor allem
die heftige Version des Beatles-Klassikers "I Am The Walrus". |
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| Traffic: "John Barleycorn Must Die" (Island, Juli 1970) | |||||||||||||||||||||
Traffic
wurden von Steve Winwood, Drummer/Texter Jim Capaldi, Saxofonist
Chris Wood und Gitarrist Dave Mason im Jahre 1967 gegründet
und Ende 1968 bereits wieder aufgelöst. Danach scheiterte Winwood
zusammen mit Clapton bei Blind Faith und werkelte Anfang 1970 eigentlich
an einer Soloplatte, als Capaldi und Wood wieder dazukammen: Traffic waren
wieder da und macht jetzt ihre beste Platte. Herausragend sind der Folksong
"John Barleycorn", aber auch der instrumentale Opener "Glad". |
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| The Beach Boys: "Sunflower" (Brother, Aug. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
Album hat vielleicht nicht den gleichen historischen Stellenwert wie "Pet
Sounds", ist aber in meinen Augen & Ohren durchaus als gelungen
zu betrachten, nicht zuletzt wegen "Forever", dem besten Stück,
das Dennis Wilson je komponiert und gesungen hat! |
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| Guru Guru: "Ufo" (Ohr, Aug. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
Debüt in der Besetzung Mani Neumeier, Uli Trepte &
Ax Genrich. Eine Kreuzung aus Hendrix und Coltrane (ich weiß,
ein gewagter Vergleich)
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| Hawkwind (United Artists/Liberty, Aug. 1970) | |||||||||||||||||||||
Hawkwinds
Debüt hatte noch nicht die Schwere der Folgealben, obwohl z.B. es
mit "Paranoia" bereits eine spacige Improvisationen gibt. Die
Single "Hurry On Sundown" fällt mit Bluesharp und 12saitiger
Akustikgitarre von Dave Brock etwas aus dem Rahmen, ist aber klasse. |
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| The Moody Blues: "A Question Of Balance" (Threshold, Aug. 1970) | |||||||||||||||||||||
Der Nachfolger zum genialen "To Our Children's
Children's Children" gelingt, wenn auch mit ein paar Abstrichen:
Songauswahl (der Opener "Question" ist genial!) und Texte sind
durchweg in Ordnung, bringen aber keine neuen Aspekte in die Musik. Die
Instrumentierung ist deutlich schlanker gehalten, es gibt sogar ein paar
schöne Gitarrensoli (Justin Hayward ist eigentlich ein richtig
guter Axtmann!) und Flötentöne (Ray Thomas geht mit seinem
Instrument ja sonst meistens etwas unter: in den Liedern der anderen Moodies
ist oft kein Platz für sein Instrument!). Wie immer aber klasse:
das Covergemälde von Phil Travers, das bei der CD-Version
gar nicht richtig zur Geltung kommt! |
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| Allman Brothers Band: "Idlewild South" (Capricorn, Sept. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das etwas unbekanntere Debütalbum der Brüder...(24.02.2009)
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| The Band: "Stage Fright" (Capitol, Sept. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
schwierige dritte Album - hat vielleicht nicht ganz die Klasse der beiden
Vorgänger (hätte man die überhaupt toppen können?),
ist aber dennoch so gut, dass andere froh wären, dies wäre ihr
erstes! Anspieltipps: der Titelsong und ihr einziger echter Chartserfolg:
"The Shape I'm In". |
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| The Byrds: "(Untitled)" (Columbia, Sept. 1970) | |||||||||||||||||||||
Dieses
Doppelalbum ist vor allem wegen seiner Liveplatte (20 Minuten lang "8
Miles High"!) bekannt, die die damalige Besetzung dokumentiert (neben
Bandgründer Roger McGuinn spielten der Bassist Skip Battin,
Drummer/Multiinstrumentalist Gene Parsons und der Gott der Bluegrassgitarre
Clarence White). Im Nachhinein gehört kann man aber auch die
unterbewertete Studioplatte loben. Sie enthält feinstes Spiel im
Countryrock-Genre und mit "Truckstop Girl" die m.E. erste Veröffentlichung
eines Lowell George-Songs noch vor der ersten Little
Feat-Platte. |
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| Neil Young: "After The Goldrush" (Reprise, Sept. 1970) | |||||||||||||||||||||
After
The Goldrush entstand parallel zu Youngs Engagement bei den CSNY-Aufnahmen
zu "Deja Vu". Die Begleitung übernahmen
Crazy Horse, zu der damals der noch sehr junge Nils Lofgren
als Pianist stieß. Die Songs sind alle gut bis sehr gut: welchen soll
ich herausheben? |
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| The Velvet Underground: "Loaded" (Atlantic, Sept. 1970) | |||||||||||||||||||||
Der
Schwanengesang. Lou Reed hatte wohl ein wenig die Lust verloren,
leistete aber auf einigen Titeln noch grosses: "Sweet
Jane", "Rock'n'Roll" und "New Age". John
Cale war schon lange weg und sein Nachfolger Doug Yule sang doch
tatsächlich mehrere der Reed-Songs! |
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| Caravan: "If I Could Do It Again, I'd Do It All Over You" (Decca/Deram, Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das zweite Album der Band aus Canterbury ist vor allem wegen des Titelsongs
in meinem Gedächtnis geblieben. War, glaube ich, damals die Erkennungsmelodie
von irgendeiner WDR-Radiosendung mit Musik jenseits der Charts (Winfried
Trenkler? Karl Lippegaus? Keine Erinnerung mehr. Leider) |
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| The Greatest Show On Earth: "The Going's Easy" (EMI/Harvest, Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
Lost & Found!
(21.01.2009)
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| Led Zeppelin: "III" (Atlantic, Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
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Led Zeppelin III contained echoes of Sunset Strip, of the Byrds and the Buffalo Springfield, of Joni Mitchell and Moby Grape. Crossbred with their essential blues foundation, this was a new direction that truly pushed the envelope of hard-rock. (CD-Liner-notes) |
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| Curtis Mayfield: "Curtis" (Curtom, Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
Curtis
ist der Coolste! |
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| Pink Floyd: "Atom Heart Mother" (EMI/Harvest, Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
Album mit dem Kuh-Cover aus jener Zeit, wo man diese Band noch ungestraft
gut finden durfte. Auf Seite 1 gibt es das 23minütige instrumentale
Titelstück mit Orchesterpassagen - aber trotzdem sehr schön.
Auf der zweiten Seite 4 Titel: zuerst der schöne Folksong "If"
von Roger Waters, dann Rick Wrights nostalgisches Pianostück
"Summer '68" und David Gilmours "Fat Old Sun".
Zum Schluss noch die etwas merkwürdige Gruppenkomposition "Alan's
Psychedelic Breakfast". |
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| Sweet Smoke: "Just A Poke" (EMI/Harvest Okt. 1970) | |||||||||||||||||||||
Sweet
Smoke waren 5 amerikanische Hippies, die in den frühen 70ern
ganz in meiner Nähe in Emmerich (!) gelebt haben
und sogar beim legendären Harvest-Label von Mutter EMI
ein paar Platten herausgebracht haben. Das Debütalbum "Just
A Poke", aufgenommen im September 1970, durfte damals in keinem
guten Kifferhaushalt fehlen - und auch wir haben diese Platte damals
viel gehört. Zwei ganzseitige, lange Jams sind darauf zu finden:
Auf der A-Seite "Baby Night" mit Blockflöte (was mir
damals argumentativ immer gut geholfen hat, wenn man mich fragte,
warum ich in einer Rockband denn diess furchtbare Instrument gespielt
habe) und einem locker eingeflochtenen "Soft Parade" von
den Doors (ohne das in den Liner-Notes zu erwähnen!),
auf der B-Seite "Silly Sally" mit schönem Saxofon und
dem berühmten Ping-Pong-Phaser-Stereo-Schlagzeugsolo, das ich
zumindest immer besser fand als das Trommelsolo bei Iron Butterfly.Zusammen mit dem zweiten Album "Darkness To Light" als Wiederveröffentlichung zu einem unschlagbaren Preis erhältlich! (23.05.2010) |
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| Badfinger: "No Dice" (EMI/Apple, Nov. 1971) | |||||||||||||||||||||
Keine
Ahnung, wieso ich diese Band erst so spät für mich entdeckt
habe. Vielleicht liegt's daran, dass ich mir kürzlich "Nilsson
Schmilsson" von Harry Nilsson mit dem Monsterhit "Without
You" gekauft habe? Jenes Lied, das seit der Version von Mariah
Carey - oder spätestens seit der Dauerverwendung in Castingshows
- im Prinzip unhörbar ist, stammt im Original von der englischen
Band Badfinger und ist auf diesem schönen Album, ihrem zweiten,
zu finden. Das war damals noch nicht mal eine Single der Band. Übrigenz
ist auch der Rest der Platte sehr gut.(25.12.2009) |
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| Tim Buckley: "Starsailor" (Bizarre/Straight, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das - teilweise schwer verdauliche - Meisterwerk. Mit dem "Song To
The Siren". Alleine wegen dieses Liedes ein Pflichtalbum für alle
Menschen mit gutem Geschmack. |
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| Derek & The Dominos: "Layla & Other Assorted Lovesongs" (Polydor, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Eric Clapton in seiner schwierigen Zeit nach Cream. Zuerst gab
es das kurze Intermezzo mit Steve Winwood und Ginger Baker
bei Blind Faith. Danach erholte er sich als bescheidener Hintergrundspieler
bei Delaney & Bonnie & Friends. Mit
deren Rhythmusgruppe (Carl Radle, Bobby Whitlock und Jim
Gordon) fand er dann wieder zurück zu alter Stärke. Im Studio
stieß dann noch Duane Allman dazu: was kann dann noch schief gehen?
Mit dem Titelsong gab's auf jeden Fall einen neuen Clapton-Klassiker,
der mir hier viel besser gefällt als Jahre später auf "MTV
Unplugged". |
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| Nick Drake: "Bryter Later" (Island, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Nick Drakes zweite Platte, dieses mal mit Richard Thompson, Dave
Pegg und Dave Mattacks von Fairport Convention
als Begleitband. Auch John Cale ist auf einigen Liedern zu hören.
Sollte der grosse Durchbruch werden. Wurde es (natürlich) nicht,
denn Drakes Lieder sind einfach zu gut für diese Welt! |
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| Bob Dylan: "New Morning" (Columbia, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Sicherlich
nicht sein bekanntestes Album: ich mag's aber wegen einiger schöner
Lieder: "If Not For You" (einer der wenigen "Hits"
von Dylan aus dieser Zeit; erschien zeitgleich auch von George
Harrison), der Titelsong und "Father Of Night" (bekannt
geworden durch Manfred Mann). |
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| George Harrison: "All Things Must Pass" (Apple, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Bisher
kannte ich von dieser Platte nur die Singles "My Sweet Lord"
und "What Is Life", sowie das Dylan-Cover
"If Not For You". Damals als Drillingsalbum ziemlich ungewöhnlich
und auch zu teuer für mich. Im vergangenen Jahr 2001 erschien eine
neue remasterte Version, aber es bedurfte leider erst des Todes von George
Harrison, damit ich neugierig wurde. Es bleibt festzustellen: die beste
von allen Beatles-Soloplatten aus dieser Zeit! |
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| Paul Kantner/Grace Slick: "Sunfighter" (RCA/Grunt, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Noch
während ihrer Zeit bei Jefferson
Airplane haben Kantner und Slick dieses Album veröffentlich.
Weniger Blues als bei Jefferson Airplane
(weil weniger Kaukonen/Cassady), mehr Psychodelik (Jerry
Garcia glänzt) und dazu feine Westcoastharmonien (David
Crosby & Graham Nash) |
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| Carole King: "Tapestry" (A&M/Ode, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
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| Little Feat (Warner, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
Debüt von Little Feat. Vorher sang und spielte Lowell George
bei Frank Zappa, der ihn zur Gründung einer eigenen Band animierte.
Ebenfalls von Zappa kam der Bassist Roy Estrada, am Schlagzeug
sass Richie Hayward, an den Keyboards Bill Payne. Anspieltipps:
"Truckstop Girl" und der später oft gecoverte Klassiker
"Willing". |
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| John & Beverley Martyn: "Road To Ruin" (Island, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Weniger
als ein Jahr ist vergangen und es gibt das nächste starke Album des
Ehepaares, das gegenüber dem Vorgänger "Stormbringer""
zwei kleine "Schönheitsfehler" hat: zum einen ist die Machart die gleiche: zwar sehr gut gelungen, aber eben keine Überraschung mehr. Zum anderen stellte es auch das Ende der (gleichberechtigten) Zusammenarbeit der beiden dar (wenn Beverly auch noch gelegentlich auf den kommenden Soloalben (z.B. "Bless The Weather") von John als Chorsängerin mitwirkte). |
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| "McDonald and Giles" (Island, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
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Sicherlich ist das Album nicht ganz so stark wie die ersten beiden Crimson-Album, aber bei dieser doch extrem hohen Messlatte insgesamt eine gelungene Sache. Man könnte es vielleicht wie in der Buchhaltung formulieren:
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| Harold McNair: "The Fence" (Polydor, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Ich
weiß leider recht wenig über Harold McNair: Flötist und
Saxofonist in der Londoner Jazzszene, geboren 1931 auf Jamaika, gestorben
bereits 1971, also kurz nach Veröffentlichung dieses Albums. Seine
Begleiter sind ziemlich prominent und waren sicherlich ein Grund, warum
ich mir dieses Album damals bei Harry Bohlen in Wesel aus der Grabbelkiste
gezogen habe: Mit Bassgitarrist Ric Greech (Ex-Family,
Ex-Blind Faith) hatte McNair auch bei Ginger Baker's Air Force
zusammenarbeitetet. An der Orgel sitzt ein gewisser "S_____",
bei dem es sich mit Sicherheit um Steve Winwood handelt, der ja
ebenfalls bei Blind Faith und Air Force mitwirkte. Pianist Keith Tippett
ist eine Jazz-Legende und "veredelte" u.a. "In
The Wake Of Poseidon" von King Crimson. Kontrabassist
Danny Thompson und Trommler Terry Cox sind dem einen oder
anderen von Euch von Pentangle bekannt. Die Namen
der restlichen Beteiligten sagen mir gar nichts und werden hier weggelassen.Die Musik? Kann man vielleicht als "Instrumentalen Folk-Pop-Jazz" bezeichnen. Böse Menschen nennen das vielleicht sogar "Fahrstuhlmusik" oder auch nur "Hintergrundmusik"- und sicherlich hat es auch nicht die Klasse von Bitches Brew - aber ich mag diesen Früh70er-Sound doch sehr! Und sicherlich war der Preis von DM 1,90 auch ein Verkaufsargument. In der Abbildung kommt leider nicht richtig rüber, dass das Cover metallbeschichtet ist Fröhliche (?) Hippiezeiten waren das damals. |
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| Pentangle: "Cruel Sister" (Transatlantic, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
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| Santana: "Abraxas" (Columbia, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Zu
diesem Santana-Album mit den bekanntesten Titeln der Band ("Black
Magic Woman", "Samba Pa Ti") braucht nicht viel gesagt
werden. Das berühmte Cover stammt ebenso wie das von Bitches
Brew (Miles Davis) von einem Gemälde
von Mati Klarwein. |
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| Stephen Stills (Atlantic, Nov. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
gelungene Solodebüt nach den erfolgreichen Kollaborationen mit Crosby,
Nash und Young. Enthält mit "Love The One Your With" sogar
eine richtigen Hit (vielleicht sein größter seit "For
What It's Worth" aus Buffalo Springfield-Zeiten). Zwei der musikalischen
Gäste sind besonders erwähnenswet: beim 4. Lied, "Old Times
Good Times". gibt es tatsächlich Jimi Hendrix an der
Leadgitarre (und Stills mit phantastischem Spiel an der Hammond-Orgel!).
Direkt darauf folgt dann "Go Back Home" mit Eric Clapton
als Saitenzauberer! Klasse Chöre hören wir bei mehreren Titeln,
ebenfalls mit Allstar-Besetzung: Bandkollegen David Crosby und
Graham Nash (wo war Neil Young?), die wunderbare Rita
Coolidge, deren Schwester Priscilla Jones (Frau von Booker
T. Jones, welcher bei einem Lied Stills an der Orgel ablöst),
John B. Sebastian und "Mama" Cass Elliot. |
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| King Crimson: "Lizard" (Island/E.G., Dez. 1970) | |||||||||||||||||||||
Das
dritte Crimson-Album insgesamt und bereits das zweite in diesem Jahr!
Greg Lake und die Giles-Brüder
waren nicht mehr dabei. Robert Fripp war inzwischen alleiniger
(despotischer?) Chef und nur Saxofonist Mel Collins, der bereits
auf dem Vorgängeralbum "In The Wake Of Poseidon"
Multiinstrumentalist Ian MacDonald (zumindest
in dessen Funktion als Bläser) ersetzt hatte, hielt es weiter mit
ihm aus. Gordon Haskell, der dort bereits auf einem Lied gesungen
hatte, übernahm den harten Job des Sängers/Bassisten, am Schlagzeug
saß Andy McCulloch. Unterstützt wurden sie von Gästen
aus der Jazz und Avantgardeszene: Keith Tippett am Piano und den
Bläser Robin Miller (Oboe), Nick Evans (Posaune) und
Mark Charig (Kornett). Auch Jon Anderson von Yes,
die damals ebenfalls "progressiv" und noch nicht "bombastisch"
waren, durfte einmal singen. Diesmal gab's keine "Hits", sondern
nur noch harten Stoff. Damals für mich unhörbar, aber aus der
zeitlichen Distanz heraus muss man feststellen: ein schwerer, aber guter
Brocken Musik, vor allem die 23minütige Lizard-Suite, die die gesamte
zweite Seite des Albums einnimmt.. |
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| John Lennon: "Plastic Ono Band" (EMI/Apple, Dez. 1970) | |||||||||||||||||||||
|
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| Matthews' Southern Comfort: "Later That Same Year" (Decca, Dez. 1970) | |||||||||||||||||||||
Bereits
das dritte Album von Ian Matthews im laufenden Jahr. Eine der ersten
britischen Countryrockplatten und meiner Meinung nach völlig unterbewertet.
Kurz zuvor war die Single "Woodstock" sogar zur Nr.1 in England
geworden, doch schon bald zog der rastlose Sänger weiter, um in den
nächsten beiden Jahren drei weitere Soloalben ("If
You Saw Thro' My Eyes" von 1971, "Tigers
Will Survive" von 1972 und das erst 1974 erscheinende "Journeys
From Gospel Oak") und das Debüt der Band Plainsong
aufzunehmen. Aus heutiger Sicht, wo Bands manchmal jahrelang an einem
Album werkeln, kaum vorstellbar! |
|||||||||||||||||||||
| Van Der Graaf Generator: "H To He, Who Am The Only One" (Charisma, Dez. 1970) | |||||||||||||||||||||
Album #3 und bereits das zweite im Jahr 1970. Die Qualität des Vorgängers
"The Least We Can Do..." konnte dabei
locker gehalten werden, auch wenn es keine erneute Chartnotierung gab.
Bassist Nic Potter verließ die Band während der Aufnahmen
und ist deshalb nur noch als Gastmusiker aufgeführt. Seinen Job übernahm
Organist Hugh Banton zusätzlich mit den Fußpedalen (?). Ach
ja - bei "The Emperor in Ware Room" kann man die schräge
Gitarre von King Crimsons Robert Fripp hören.
|
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| Bronco: "Country Home" (Island, 1970) | |||||||||||||||||||||
Debütalbum
der britischen Countryrock(i.w.S.)-Band, die leider nicht den Durchbruch
schaffte, aber immerhin drei wunderschöne und heute rare Alben hinterließ.
Den Sänger Jess Roden wird der eine oder andere von Euch durch
seine ebenfalls nicht sonderlich erfolgreiche Solokarriere (bzw. als Mitglied
der "Jess Roden Band")
Mitte der 70er kennen. Oder als Jim Morrison-Ersatz bei der Butt
Band zusammen mit John Densmore und Robbie Krieger. |
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| Donald Byrd: "Electric Byrd" (Blue Note, 1970) | |||||||||||||||||||||
Dieses Album wäre ohne Bitches Brew wohl
kaum entstanden: am 15.Mai, also knapp einen Monat nach dem Erscheinen
von Miles Davis' Meisterwerk war der Blue-Note-Startrompeter selber
im Studio, um seine Version/Vision von "Fusion" zu erschaffen.
Mit dabei u. a. die ehemaligen bzw. zukünftigen Miles-Davis-Musiker
Ron Carter und Airto Moreira. Neben Donald Byrds Trompete
sind gleich 4 sehr gute Saxofonisten dabei: Jerry Dodgion, Frank
Foster, Lew Tabackin und Pepper Adams, dazu an der Posaune
Bill Campbell. Trotzdem gibt es keinen klassischen "Bigband"-Sound.
Eine tragende Rolle nimmt das E-Piano von Duke Pearson ein. Um
es noch mal klar zu sagen: hier wird nicht Miles Davis kopiert, sondern
eine entspannte Variante der damaligen "Zeitgeist"-Musik gebracht.
Wer auf lange Klangteppiche á la Bitches
Brew steht, aber dort eine gewisse Leichtigkeit vermisst, der ist
hier gut aufgehoben. Für mich eine sehr schöne Hintergrundmusik
(was nicht negativ gemeint ist!) |
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| Ron Elliott: "The Candlestickmaker" (Warner, 1970) | |||||||||||||||||||||
Einziges
Soloalbum des Gitarristen und Songschreibers der Beau
Brummels, die viele nur als Mitt60erjahre-Beatband aus San Francisco
kennen, die sich aber auf ihren letzten beiden Alben ("Triangle"
von 1967 und "Bradley's Barn"
von 1968) bereits zur "reiferen Albumband" mit Psychedelic-
und Countryrock entwickelt hatte. Auch "Candlestickmaker" passt
eher in die Sparte "Singer/Songwriter", wobei Ähnlichkeiten
zu Tim Buckley, Tim Rose und David Ackles erkennbar
sind. Sehr entspannte Gitarrenarrangements (Elliott selber und der mir
unbekannte Marc McClure, sowie ein Gastauftritt von Labelkollege
Ry Cooder an der Slidegitarre!), schöne Querflötentöne
von Jazzer Bud Shanks (der etwa zur gleichen Zeit auch Gene
Clarks Album "Roadmaster"
verschönert), am Bass der ehemalige Burrito-Bruder Chris Etheridge. |
|||||||||||||||||||||
| Charlie Haden: "Liberation Music Orchestra" (Impulse!, 1970) | |||||||||||||||||||||
Unter der Führung des Bassisten ist hier eine der besten und am prominentesten
besetzten Bigbands des zeitgenössischen Jazz versammelt, um "Revolutionslieder"
zu spielen, u. a. sind dabei die Pianistin und Komponistin Carla Bley,
die Trompeter Don Cherry und Michael Mantler, Schlagzeuger
Paul Motian, die Saxofonisten Dewey Redman und Gato Barbieri,
sowie Gitarrist Sam Brown. |
|||||||||||||||||||||
| Donny Hathaway: "Everything Is Everthing" (Atlantic/Atco, 1970) | |||||||||||||||||||||
Donny Hathaways Debütalbum habe ich mir infolge meiner Begeisterung
für sein Livealbum von 1972
angeschafft. Es enthält eine wunderbare Mischung aus Jazz, Blues
und viel Soul von einem fantastischen Sänger und Pianisten.(09.04.2006) |
|||||||||||||||||||||
| Bobby Hutcherson: "San Francisco" (Blue Note, 1970) | |||||||||||||||||||||
Alleine schon am Cover und Bobbys Kopfbedeckung kann man erkennen, dass
diese Platte nicht aus der Hochphase des Labels Mitte der 60er stammt!
Und auch die Musik steckt irgendwo zwischen klassischem Hardbop der 60er
und dem was Miles Davis zur selben Zeit mit Bitches
Brew natürlich viel radikaler betreibt: der Elektrifizierung
des Jazz. Auf "San Francisco" heißt das aber nur, dass Joe
Sample (der Crusaders-Chef ist hier nur in einer Nebenrolle
dabei!) neben dem Flügel auch sehr schön das Rhodes-E-Piano
einsetzt und Bassist John Williams neben dem Kontrabass auch die
Bassgitarre verwendet, bzw. wie man damals immer sagte und es hier auch
auf dem Cover steht: er spielt Fender Bass. Wichtigster Solist
neben Hutcherson, der außer dem metallenen Vibraphon auch das nahverwandte
hölzerne Marimbaphon einsetzt, ist der auf dem Cover mit abgebildete
Bläser Harold Land an Tenorsax, Flöte und Oboe. Schöne
Platte, die nicht so sehr swingt, aber dafür sehr gut groovt! |
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| Jefferson Airplane: "Early Flight" (RCA/Grunt, 1970) | |||||||||||||||||||||
Restessen
kann auch lecker sein. Hier gibt es ein paar Lieder aus den Jahren 1966-70,
die es nicht auf die Originalalben der Band geschafft haben. Vor allem
bei dem Folkrockklassiker "High Flying Bird von Billy Ed Wheeler,
bekannt geworden in der Version von Judy
Henske, ist das kaum nachvollziehbar.(03.05.2009) |
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| Kris Kristofferson (Monument, 1970) | |||||||||||||||||||||
|
|
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| Krokodil: "Swamp" (Liberty, 1970) | |||||||||||||||||||||
Gute
Rockmusik aus der Schweiz? Gibt's keine? Na ja, fast keine. Hier haben
wir die Ausnahme von der Regel: "Westcoastrock" mitten aus dem
Berner Land. "Swamp" präsentiert einen weniger harten,
bluesorientierten Sound als der Erstling von 1969. Die KROKODILE legten
diesmal mehr Wert auf virtuose Feinheiten. So rückten Hardy Hepps
Geigen- und Keyboardspiel und fernöstliche Sitarklänge vom Gitarristen
Walti Anselmo weiter in den Vordergrund. Angenehm auch das Mundharmonika-
und Flötenspiel von "Mojo" Weideli, der Gott sei
dank nicht nach Ian Anderson klingt. Am Bass der Engländer Terry
Stevens und an den Trommeln Düde Dürst. Dazu bot
das zeitlos melodische Songwriting viele neue Reize. Eine tolle künstlerische
Weiterentwicklung, ohne dass die Band jemals in seichte Pop-Klischees
abdriftete. Als ich die Platte Mitte der 70er erstanden habe, fiel sie mir zuerst wegen des schönen Krokodilsledercovers auf, danach hat aber die Musik überzeugt und auch jetzt aus der zeitlichen Distanz seinen Reiz nicht verloren (das gilt für die wenigsten "Deutschrock"-Produktionen jener Zeit, wozu damals schweizer und österreichische Kapellen gerne eingemeindet wurden!) |
|||||||||||||||||||||
| Fred McDowell: "Fred McDowell And His Blues Boys" (Arhoolie, 1970) | |||||||||||||||||||||
Eine
der letzten Aufnahmen des Bluesgitarristen, den viele (wenn überhaupt)
nur als Autor von Bluesklassikern wie "Kokomo Blues" oder "You
Got To Move" kennen. Unter der Mithilfe des Produzenten Chris
Strachwitz vom legendären Bay-Area-Label Arhoolie und erstmalig
einer Begleitband (Mike Russo an der Akustikgitarre, Bob Jones
am Schlagzeug und John Kahn am Bass, letzterer wurde später
als Begleiter von Jerry Garcia
ein wenig bekannt) war es gleichzeitig die Plattenpremiere des 65jährigen
an der E-Gitarre. Übrigenz eine Wühltischentdeckung! |
|||||||||||||||||||||
| Emitt Rhodes (ABC/Dunhill, 1970) | |||||||||||||||||||||
Lost
And Found!(07.08.2006) |
|||||||||||||||||||||
| Pharoah Sanders: "Jewels Of Thought" (Impulse!, 1970) | |||||||||||||||||||||
Gleich vier Alben nahm der "Ziehsohn" von John Coltrane
1969 auf. "Karma" stammte
vom 14. und 19. Februar und der Nachfolger (?) "Jewels Of Thought"
wurde am 20. Oktober aufgenommen. Wieder gibt es lange exstatische Nummern
und wieder sind interessante Coverversionen zu erwähnen: Eugene
Chadbourne zersägt mit seinen Freunden von Camper Van Beethoven
die "Gottespreisung" "Hum-Allah ..." |
|||||||||||||||||||||
| Tom Rush (Columbia, 1970) | |||||||||||||||||||||
Einer
der ersten bekannten Folksänger bzw. "Singer/Songwriter",
obwohl Letzteres zumindest auf dieses Album nicht zutrifft. Zwar stammt
aus seiner eigenen Feder das von den Walker Brothers bekannt gewordene
"No Regrets", meist hat er aber selber nur im Vorfeld meist
unbekanntes Material anderer Autoren gesungen - und diese dadurch oft
überhaupt erst bekannt gemacht. Joni Mitchell hat ihm viel
zu verdanken (wenn ich mich recht erinnere hat er "Urge Of Going"
aufgenommen). Auf diesem titellosen Album sind es der Kanadier David
Whiffen und sein "Lost My Driving Wheel" und Jackson
Browne gleich mit zwei Liedern, die der Autor dann erst Jahre später
für sein zweites Album "For
Everyman" aufnahm: "Colours Of The Sun" und "These
Days", welches es allerdings schon in der Nico-Version
gab. |
|||||||||||||||||||||
| "Third Ear Band" (EMI/Harvest, 1970) | |||||||||||||||||||||
Obskure Instrumentalband in der Besetzung Glen Sweeney (Perkussion),
Paul Minns (Oboe), Richard Coff (Geige, Bratsche), Ursula
Smith (Cello). Ich habe keine Ahnung, was EMI damals veranlasst hat,
die Musik, bei der es sich definitiv nicht um Rockmusik
handelt, auf dem Harvest-Label zu veröffentlichen. In der damaligen
Begeistzerung für "Underground" war wohl so ziemlich alles
möglich. Die Musik klingt beim ersten Hören scghrecklich, gewinnt
dann aber deutlich, acu wenn sie einen etwas ratlos zurücklässt.
Aber mal ehrlich: wer kann denn etwa das Meisterwerk "Trout
Mask Replica" wirklich geniessen? |
|||||||||||||||||||||
| Jerry Jeff Walker: "Five Years Gone" (Atco, 1970) | |||||||||||||||||||||
Gerade,
während ich diesen Text schreibe, läuft im Radio "Mr.
Bojangles" von Robbie Williams, der das Lied aber nur von Frank
Sinatra abgekupfert hat: Wieder mal kann sich Jerry Jeff Walker freuen,
dass seine Altersversorgung noch etwas sicherer geworden ist. Walker stammt
eigentlich aus New York, hatte mit dieser Platte zum ersten Mal in Nashville
aufgenommen (mit den üblichen Verdächtigen Wayne Moss,
Charlie McCoy, Kenny Buttrey usw.) und sich danach nach
Austin/Texas verzogen, wo er sich bis heute wohl fühlt und mit Recht
neben Willie Nelson und Townes Van Zandt, als der wichtigste texanische
Singer/Songwriter gilt. |
|||||||||||||||||||||
| Junior Wells: "Southside Blues Jam" (Delmark,1970) | |||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||
| Jesse Winchester (Ampex, 1970) | |||||||||||||||||||||
Wahrscheinlich kennt von Euch kaum jemand den Mann. Es handelt sich aber
um einen der besten amerikanischen Singer/Songwriter: aus seiner Feder
stammen u. a. der "Brand New Tennessee Waltz", "Biloxi",
"Yankee Lady" u. v. a.! |
|||||||||||||||||||||
| Townes van Zandt (Tomato, 1970) | |||||||||||||||||||||
Auch
mit seinem dritten Album hält er den hohen Stand des Vorgängers:
brillante Songs in dezenter Umsetzung (Country-Folk?). Am bekanntesten
sind vielleicht "For The Sake Of The Song", "Waiting Around
To Die", "Lungs" (auch von Lyle Lovett 1998 auf
"Step Inside This House" gecovert) und "I'll Be Here In
The Morning" (war lange Zeit im Live-Repertoire von Waiting For
Louise). |
| << 1969 | Oben | 1971 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 29.08.2010 10:41 | 47709 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |

Nach
den Ausstieg/Rausschmiss bei Pink Floyd (Dave Gilmour hatte den
zunehmend unzuverlässiger werdenden Syd Barrett als zweiter Gitarrist
zuerst unterstützt und dann ganz ersetzt) konnte sich Barrett noch
zu zwei kurz nacheinander eingespielten Soloalben aufraffen, die interessanterweise
von seinen Ex-Kollegen Roger Waters und David Gilmour betreut
wurden. Danach verschwand er bis zum heutigen Tag in der Versenkung und
wurde zur Kultfigur. Zu Recht oder zu Unrecht? Darüber kann man streiten.
Zumindest ist "Madcap" eine schöne Platte geworden!
Nach
einem Start als Solist brachte der Schotte John Martyn 1970 kurz hintereinander
zwei klasse Platten mit seiner Frau Beverley heraus (Neben "Stormbringer!"
noch "
Solodebüt
des Ex-
Einer
der Höhepunkte in Buckleys Werk. Enthält mit "Chase The
Blues Away", "I Must Have Been Blind" und "Blue Melody"
drei absolute Klassiker. Die Aufnahmesession im Oktober 1969 war dermaßen
produktiv, dass noch Material für 2 weitere Platte anfiel: "Lorca"
und große Teile von "
Hinter
dem schlichten Titel verbirgt sich bereits die zweite von Newmans genialen
Songkollektionen. In der hochkarätigen Studiotruppe befanden sich
Ihr
5. Album gilt zwar gemeinhin nicht als ihr bestes, hat mir aber immer
gut gefallen, vor allem wegen "Roadhouse Blues" (tolle Harp!),
"The Spy" (tolle Gitarre!) und natürlich "Ship Of
Fools" (Morrison' Stimme!). Die Single "You Make Me Real"
(b.w. "Roadhouse Blues") hatte ich ca. 1973 gebraucht bei einem
Opa erstanden, der in Wesel in einem kleinen Laden vor allem Groschenromane,
aber auch ein paar Singles verkaufte. Die Platte habe ich dann später
blöderweise an einen Oldiesammler für zu wenig Geld abgegeben.
Nach
der Trioplatte vom vergangenen Jahr jetzt der große Wurf mit Neil Young
als viertem im Bunde. Fasst nur klasse Songs, sodass ich keinen hervorheben
möchte. Jerry Garcia bei "Helpless" an der Pedalsteel!
Diese
deutsche musizierende Hippiekommune galt als Inbegriff des "Krautrocks".
Yeti ist ein schwer verdauliches, aber beeindruckendes Doppelalbum.
Carlos
Santana sagte dazu: Das klingt so, als würde ein Jahr New York
auf 25 Minuten komprimiert. Wir hören auf diesem Doppelalbum die
Creme de la Creme des Jazzrock, u.a. 
Live
in England Ende 1969 mitgeschnitten Rock&Soul-Revue des Ehepaars Delaney
& Bonnie Bramlett, bei der Eric Clapton sich als Begleiter
im Hintergrund von den Belastungen seiner Rockstarzeit bei Cream erholen
wollte. Die Band ist auch darüberhinaus absolut hochkarätig:
als zweier Gitarrist spielt Ex-Traffic-Mann Dave Mason. Mit dem
Kern der Rhythmusgruppe (Keyboarder Bobby Whitlock, Bassist Carl
Radle und Drummer Jim Gordon) gründet Clapton kurz danach
"
Bei
der zweiten Platte ist Robert Fripp jetzt der unumschränkte
Chef des Ganzen. Ian McDonald ist nicht mehr dabei (er arbeitet
am Debüt von "
Eins
der besten Livealben, wo gibt? (wie der Schwabe sagt). Sure (wie der
Engländer sagt). Um zu dieser Erkenntnis vorzudringen habe ich
allerdings etwas länger gebraucht...
Michael
Nesmith größte Leistung ist sicherlich nicht seine Schauspielerei
in der Fernsehserie "The Monkees", sondern sein Bemühen,
Country und Rock auf seinen Soloplatten zusammenzubringen. Weit vor den
kommerziell erfolgreicheren Bemühungen der Eagles. Erwähnenswert
sind noch die genialen Beiträge des Pedalsteelgitarristen Red
Rhodes.
Man
muss sich das heute malvorstellen: zwischen Sommer 68 und Frühjar
71 haben es CCR in knapp 3 Jahren auf 7 Studioalben (2x Nr. 1, 5x Top10
in USA) und 12 Singles (9x Top10) gebracht. "Cosmo's Factory"
war vor ca. 30 Jahren meine erste Begegnung mit der Band ausserhalb des
Radios: ich bekam von meiner Kusine Linda aus Düsseldorf eine lila
Agfa-Cassette mit der ganzen Platte drauf. Jeder Song auf dem Album ist
gut: Seien es die Coverversionen ("Before You Accuse Me" von
Bo Diddley, "Ooby Dooby" von Roy Orbison, "My
Baby Left Me" von Arthur Crudup (berühmt durch Elvis'
Version) und "I Heard It Through The Grapevine" von Marvin
Gaye) oder die geniale Eigenkompositionen von John C. Fogerty
(u.a. "Travelin' Band", "Lookin' Out Of My Backdoor",
"Who'll Stop The Rain" und "Long As I Can See The Light").
Das
vierte Album der Band, die leider aufgrund zu vieler Besetzungswechsel
immer wieder zurückgeworfen wurde und meist im Schatten ähnlicher
Bands, wie etwa den Labelmates von Traffic, stand. Neben den Langzeitkräften
Mike Harrison (Gesang), Gitarrist Luther Grosvenor (später
unter dem Namen "Ariel Bender" bei Mott The Hoople) und Drummer
Mike Kellie (später bei der Punklegende
Traffic
wurden von Steve Winwood, Drummer/Texter Jim Capaldi, Saxofonist
Chris Wood und Gitarrist Dave Mason im Jahre 1967 gegründet
und Ende 1968 bereits wieder aufgelöst. Danach scheiterte Winwood
zusammen mit Clapton bei Blind Faith und werkelte Anfang 1970 eigentlich
an einer Soloplatte, als Capaldi und Wood wieder dazukammen: Traffic waren
wieder da und macht jetzt ihre beste Platte. Herausragend sind der Folksong
"John Barleycorn", aber auch der instrumentale Opener "Glad".
Das
Album hat vielleicht nicht den gleichen historischen Stellenwert wie "
Das
Debüt in der Besetzung Mani Neumeier, Uli Trepte &
Ax Genrich. Eine Kreuzung aus Hendrix und Coltrane (ich weiß,
ein gewagter Vergleich)
Hawkwinds
Debüt hatte noch nicht die Schwere der Folgealben, obwohl z.B. es
mit "Paranoia" bereits eine spacige Improvisationen gibt. Die
Single "Hurry On Sundown" fällt mit Bluesharp und 12saitiger
Akustikgitarre von Dave Brock etwas aus dem Rahmen, ist aber klasse.
Der Nachfolger zum genialen "
Das etwas unbekanntere Debütalbum der Brüder...
Das
schwierige dritte Album - hat vielleicht nicht ganz die Klasse der beiden
Vorgänger (hätte man die überhaupt toppen können?),
ist aber dennoch so gut, dass andere froh wären, dies wäre ihr
erstes! Anspieltipps: der Titelsong und ihr einziger echter Chartserfolg:
"The Shape I'm In".
Dieses
Doppelalbum ist vor allem wegen seiner Liveplatte (20 Minuten lang "8
Miles High"!) bekannt, die die damalige Besetzung dokumentiert (neben
Bandgründer Roger McGuinn spielten der Bassist Skip Battin,
Drummer/Multiinstrumentalist Gene Parsons und der Gott der Bluegrassgitarre
Clarence White). Im Nachhinein gehört kann man aber auch die
unterbewertete Studioplatte loben. Sie enthält feinstes Spiel im
Countryrock-Genre und mit "Truckstop Girl" die m.E. erste Veröffentlichung
eines Lowell George-Songs noch vor der ersten
After
The Goldrush entstand parallel zu Youngs Engagement bei den CSNY-Aufnahmen
zu "
Der
Schwanengesang. Lou Reed hatte wohl ein wenig die Lust verloren,
leistete aber auf einigen Titeln noch grosses: "
Eigentlich
habe ich mit "Immigrant Song", der Single vom dritten Album
als kleiner Bub zum ersten was von Led Zep gehört. Da ich damals
aber noch keinen Plattenspieler hatte und das Lied schnell leid wurde
(hey Leute - ich war erst 10/12 Jahre alt!), ging auch das Album irgendwie
spurlos an mir vorbei - dabei ist es doch ihr bluesigstes/folkloristisches
mit viel akustischer Slidegitarre (z.B. in "Hats Off To
Curtis
ist der Coolste!
Das
Album mit dem Kuh-Cover aus jener Zeit, wo man diese Band noch ungestraft
gut finden durfte. Auf Seite 1 gibt es das 23minütige instrumentale
Titelstück mit Orchesterpassagen - aber trotzdem sehr schön.
Auf der zweiten Seite 4 Titel: zuerst der schöne Folksong "If"
von Roger Waters, dann Rick Wrights nostalgisches Pianostück
"Summer '68" und David Gilmours "Fat Old Sun".
Zum Schluss noch die etwas merkwürdige Gruppenkomposition "Alan's
Psychedelic Breakfast".
Sweet
Smoke waren 5 amerikanische Hippies, die in den frühen 70ern
ganz in meiner Nähe in Emmerich (!) gelebt haben
und sogar beim legendären Harvest-Label von Mutter EMI
ein paar Platten herausgebracht haben. Das Debütalbum "Just
A Poke", aufgenommen im September 1970, durfte damals in keinem
guten Kifferhaushalt fehlen - und auch wir haben diese Platte damals
viel gehört. Zwei ganzseitige, lange Jams sind darauf zu finden:
Auf der A-Seite "Baby Night" mit Blockflöte (was mir
damals argumentativ immer gut geholfen hat, wenn man mich fragte,
warum ich in einer Rockband denn diess furchtbare Instrument gespielt
habe) und einem locker eingeflochtenen "Soft Parade" von
den Doors (ohne das in den Liner-Notes zu erwähnen!),
auf der B-Seite "Silly Sally" mit schönem Saxofon und
dem berühmten Ping-Pong-Phaser-Stereo-Schlagzeugsolo, das ich
zumindest immer besser fand als das Trommelsolo bei Iron Butterfly.
Keine
Ahnung, wieso ich diese Band erst so spät für mich entdeckt
habe. Vielleicht liegt's daran, dass ich mir kürzlich "Nilsson
Schmilsson" von Harry Nilsson mit dem Monsterhit "Without
You" gekauft habe? Jenes Lied, das seit der Version von Mariah
Carey - oder spätestens seit der Dauerverwendung in Castingshows
- im Prinzip unhörbar ist, stammt im Original von der englischen
Band Badfinger und ist auf diesem schönen Album, ihrem zweiten,
zu finden. Das war damals noch nicht mal eine Single der Band. Übrigenz
ist auch der Rest der Platte sehr gut.
Sicherlich
nicht sein bekanntestes Album: ich mag's aber wegen einiger schöner
Lieder: "If Not For You" (einer der wenigen "Hits"
von Dylan aus dieser Zeit; erschien zeitgleich auch von
Bisher
kannte ich von dieser Platte nur die Singles "My Sweet Lord"
und "What Is Life", sowie das
Noch
während ihrer Zeit bei
Das
Debüt von Little Feat. Vorher sang und spielte Lowell George
bei Frank Zappa, der ihn zur Gründung einer eigenen Band animierte.
Ebenfalls von Zappa kam der Bassist Roy Estrada, am Schlagzeug
sass Richie Hayward, an den Keyboards Bill Payne. Anspieltipps:
"Truckstop Girl" und der später oft gecoverte Klassiker
"Willing".
Weniger
als ein Jahr ist vergangen und es gibt das nächste starke Album des
Ehepaares, das gegenüber dem Vorgänger "
Wenn
Ihr die alten King Crimson nicht nur wegen Robert Fripps
Gitarre, sondern auch wegen des Schlagzeugspiels von Michael Giles
und des Flötenspiels von Ian McDonald liebt, dann seid Ihr
hier genau richtig. Nach dem enormen Erfolg des Debüts "
Ich
weiß leider recht wenig über Harold McNair: Flötist und
Saxofonist in der Londoner Jazzszene, geboren 1931 auf Jamaika, gestorben
bereits 1971, also kurz nach Veröffentlichung dieses Albums. Seine
Begleiter sind ziemlich prominent und waren sicherlich ein Grund, warum
ich mir dieses Album damals bei Harry Bohlen in Wesel aus der Grabbelkiste
gezogen habe: Mit Bassgitarrist Ric Greech (Ex-
Zu
diesem Santana-Album mit den bekanntesten Titeln der Band ("Black
Magic Woman", "Samba Pa Ti") braucht nicht viel gesagt
werden. Das berühmte Cover stammt ebenso wie das von
Das
gelungene Solodebüt nach den erfolgreichen Kollaborationen mit Crosby,
Nash und Young. Enthält mit "Love The One Your With" sogar
eine richtigen Hit (vielleicht sein größter seit "For
What It's Worth" aus Buffalo Springfield-Zeiten). Zwei der musikalischen
Gäste sind besonders erwähnenswet: beim 4. Lied, "Old Times
Good Times". gibt es tatsächlich Jimi Hendrix an der
Leadgitarre (und Stills mit phantastischem Spiel an der Hammond-Orgel!).
Direkt darauf folgt dann "Go Back Home" mit Eric Clapton
als Saitenzauberer! Klasse Chöre hören wir bei mehreren Titeln,
ebenfalls mit Allstar-Besetzung: Bandkollegen David Crosby und
Graham Nash (wo war Neil Young?), die wunderbare
Das
dritte Crimson-Album insgesamt und bereits das zweite in diesem Jahr!
Greg Lake und die
Bereits
das dritte Album von Ian Matthews im laufenden Jahr. Eine der ersten
britischen Countryrockplatten und meiner Meinung nach völlig unterbewertet.
Kurz zuvor war die Single "Woodstock" sogar zur Nr.1 in England
geworden, doch schon bald zog der rastlose Sänger weiter, um in den
nächsten beiden Jahren drei weitere Soloalben ("
Debütalbum
der britischen Countryrock(i.w.S.)-Band, die leider nicht den Durchbruch
schaffte, aber immerhin drei wunderschöne und heute rare Alben hinterließ.
Den Sänger Jess Roden wird der eine oder andere von Euch durch
seine ebenfalls nicht sonderlich erfolgreiche Solokarriere (bzw. als Mitglied
der "
Einziges
Soloalbum des Gitarristen und Songschreibers der
Restessen
kann auch lecker sein. Hier gibt es ein paar Lieder aus den Jahren 1966-70,
die es nicht auf die Originalalben der Band geschafft haben. Vor allem
bei dem Folkrockklassiker "High Flying Bird von Billy Ed Wheeler,
bekannt geworden in der Version von
Gute
Rockmusik aus der Schweiz? Gibt's keine? Na ja, fast keine. Hier haben
wir die Ausnahme von der Regel: "Westcoastrock" mitten aus dem
Berner Land. "Swamp" präsentiert einen weniger harten,
bluesorientierten Sound als der Erstling von 1969. Die KROKODILE legten
diesmal mehr Wert auf virtuose Feinheiten. So rückten Hardy Hepps
Geigen- und Keyboardspiel und fernöstliche Sitarklänge vom Gitarristen
Walti Anselmo weiter in den Vordergrund. Angenehm auch das Mundharmonika-
und Flötenspiel von "Mojo" Weideli, der Gott sei
dank nicht nach Ian Anderson klingt. Am Bass der Engländer Terry
Stevens und an den Trommeln Düde Dürst. Dazu bot
das zeitlos melodische Songwriting viele neue Reize. Eine tolle künstlerische
Weiterentwicklung, ohne dass die Band jemals in seichte Pop-Klischees
abdriftete.
Eine
der letzten Aufnahmen des Bluesgitarristen, den viele (wenn überhaupt)
nur als Autor von Bluesklassikern wie "Kokomo Blues" oder "You
Got To Move" kennen. Unter der Mithilfe des Produzenten Chris
Strachwitz vom legendären Bay-Area-Label Arhoolie und erstmalig
einer Begleitband (Mike Russo an der Akustikgitarre, Bob Jones
am Schlagzeug und John Kahn am Bass, letzterer wurde später
als Begleiter von 

Einer
der ersten bekannten Folksänger bzw. "Singer/Songwriter",
obwohl Letzteres zumindest auf dieses Album nicht zutrifft. Zwar stammt
aus seiner eigenen Feder das von den Walker Brothers bekannt gewordene
"No Regrets", meist hat er aber selber nur im Vorfeld meist
unbekanntes Material anderer Autoren gesungen - und diese dadurch oft
überhaupt erst bekannt gemacht. Joni Mitchell hat ihm viel
zu verdanken (wenn ich mich recht erinnere hat er "Urge Of Going"
aufgenommen). Auf diesem titellosen Album sind es der Kanadier David
Whiffen und sein "Lost My Driving Wheel" und Jackson
Browne gleich mit zwei Liedern, die der Autor dann erst Jahre später
für sein zweites Album "
Gerade,
während ich diesen Text schreibe, läuft im Radio "Mr.
Bojangles" von Robbie Williams, der das Lied aber nur von Frank
Sinatra abgekupfert hat: Wieder mal kann sich Jerry Jeff Walker freuen,
dass seine Altersversorgung noch etwas sicherer geworden ist. Walker stammt
eigentlich aus New York, hatte mit dieser Platte zum ersten Mal in Nashville
aufgenommen (mit den üblichen Verdächtigen Wayne Moss,
Charlie McCoy, Kenny Buttrey usw.) und sich danach nach
Austin/Texas verzogen, wo er sich bis heute wohl fühlt und mit Recht
neben Willie Nelson und Townes Van Zandt, als der wichtigste texanische
Singer/Songwriter gilt.
Auch
mit seinem dritten Album hält er den hohen Stand des Vorgängers:
brillante Songs in dezenter Umsetzung (Country-Folk?). Am bekanntesten
sind vielleicht "For The Sake Of The Song", "Waiting Around
To Die", "Lungs" (auch von Lyle Lovett 1998 auf
"Step Inside This House" gecovert) und "I'll Be Here In
The Morning" (war lange Zeit im Live-Repertoire von Waiting For
Louise).