Das Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| Hüsker Dü: "Warehouse: Songs & Stories" (Warner, Jan. 1987) | |
An
den Sound der Band musste ich mich erstmal gewöhnen. Als mir ein
Kollege Jahre zuvor "Metal Circus" vorspielte, war das für
mich mitten in meiner Bluesphase nur unhörbarer Punkrock. Aber Geschmäcker
entwickeln sich weiter - genauso wie Bands. Mit ihrem zweiten Doppelalbum
(nach "Zen Arcade") haben die
beiden Sänger/Songschreiber Grant
Hart (Schlagzeuger) und Bob Mould
(Gitarrist) zusammen mit ihrem Bassisten Greg Norton (Schnurbartträger)
meines Erachtens ihr Meisterwerk abgeliefert! |
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| Microdisney: "Crooked Mile" (Virgin, Jan. 1987) | |
Die
Anfang der 80er in Cork/Irland von Sänger Cathal Coughlan
und Gitarrist Sean O'Hagan gegründete Band schaffte es wie
kaum eine andere Popgefühle und Independenthaltung authentisch zusammenzubringen
- und das auch noch in den grauenhaften Untiefen des übelsten Jahrzehnts
der Popmusik (Zeitrechnung seit den 60ern!). Der große Erfolg blieb aus,
auch als die Alben bei einer großen Plattenfirma herauskamen. Allerdings
konnte es mit den beiden nicht lange gut gehen und sie gingen später
getrennte Wege - und waren dabei sogar (etwas) erfolgreicher: Coughlan
mit Fatima Mansions und O'Hagan mit
den High Llamas. |
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| The Golden Palominos: "Blast Of Silence" (Celluloid, Feb. 1987) | |
Allstar-Projekt
des ehemaligen Trommlers der Feelies,
Anton Fier, zusammen mit Bill Laswell. Hab ich mir damals
gekauft, weil Richard Thompson mit dabei ist. Außerdem Henry
Kaiser, Syd Straw, Michael Stipe (R.E.M.),
Johnny Lydon (P.I.L., Sex Pistols), Jack Bruce, Carla
Bley, Arto Lindsey und viele andere. |
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| Nick Drake: "Time Of No Reply" (Hannibal, März 1987) | |
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| Element Of Crime: "Try To Be Mensch" (Polydor, März 1987) | |
Das
zweite, noch englischsprachige Album der Band um den "Bestsellerautor"
Sven Regener, die später eine der wichtigsten heimischen Bands
mit unpeinlichen deutschen Texte werden sollte. Die Musik (schrammeliger
Gitarrenrock mit Trompeteneinlagen) ist hier allerdings schon voll da.
Produziert immerhin vom legendären John Cale, was damals durchaus
einem "Ritterschlag" für eine deutsche Band gleichkam! |
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| French, Frith, Kaiser, Thompson: "Live, Love, Larf & Loaf" (Rhino, März 1987) | |
Eine
ziemlich irre Truppe, die sich zu diesem Projekt zusammengefunden hatte:
John French war mal Drummer bei Captain
Beefheart. Fred Frith gilt als einer der wichtigsten englischen
Avantgardegitarristen und spielt hier "nur" den Bass. Henry
Kaiser ist einer der bekanntesten amerikanischen Avantgardegitarristen.
Schließlich und endlich mein Held, Richard Thompson, der
zwar eigentlich aus der Folkrockecke stammt (er spielte auf den wegweisenden
Fairport Convention-Alben Unhalfbricking
und Liege & Lief), aber scheinbar
mühelos über den Tellerrand der Folkies gucken kann. Was für Musik kommt dabei raus? Irgendwie die Quersumme aus allen vieren und nicht der kleinste gemeinsame Nenner, wobei Thompson und French singen und es in diesen Momenten noch am ehesten nach einer Thompson- bzw. Beefheartplatte klingt. Außerdem gibt's ein Lied in der Sprache der japanischen Insel Okinawa (?) und den Beachboys-Klassiker "Surfin' USA" (eigentlich von Chuck Berry, aber egal!). Sehr merkwürdig das Ganze. Und ziemlich gut. |
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| Dolly Parton/Linda Ronstadt/Emmylou Harris: "Trio" (Warner, März 1987) | |
Das
Gipfeltreffen der Firstladies des Countryrocks! Solche Veranstaltungen
können natürlich schief gehen, aber hier stimmen das Songmaterial
(u. a. "Telling Me Lies" von Linda Thompson und "My Dear
Companion" von Jean Ritchie), die instrumentale Begleitung (u.a.
durch David Lindley, Albert Lee, Mark O'Connor und
Ry Cooder) - und natürlich vor allem die Gesangsleistung des
Damentrios. |
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| Prince: "Sign 'O' The Times" (Warner/Paisley Park, März 1987) | |
Obwohl
ich kein Prince-Fan bin, ist das auch für mich ein wichtiges Album.
Danach habe ich aber wieder komplett das Interesse an seiner Musik verloren. |
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| World Party: "Private Revolution" (Chrysalis/Ensign, März 1987) | |
Das
fantastische Debüt des Ex-Waterboys
Karl Wallinger unter dem Pseudonym "World Party" macht
deutlich, dass er als Begleiter für Mike Scott verschenkt
war. Endlich konnte er sich nicht nur als Multi-Instrumentalist, sondern
auch als Songschreiber profilieren. |
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| Gene Clark & Carla Olson: "So Rebellious A Lover" (Demon, April 1987) | |
Die
Karriere von Gene Clark außerhalb der Byrds
war unter kommerziellen Gesichtspunkten ein Desaster, wobei das nie an
seinen musikalischen Qualitäten lag. Nach dem Ausstieg bei den Byrds
nahm er u. a. 2 Duettplatten mit dem Banjospieler Doug Dillard
auf ("The Fantastic Expeditions
Of Dillard & Clark"), war dadurch einer der Countryrock-Pioniere,
ohne dafür große Anerkennung zu bekommen. Gelegentliche Versuche
einer Solokarriere bei großen Plattenfirmen lieferten zwar meist wunderschöne
Alben (vor allem "White Light",
1971 für A&M, und das Meisterwerk "No
Other", 1974 bei Elektra/Asylum erschienen), ohne ihm aber den
Durchbruch zu verschaffen. Mitte der 80er war er dann mit einer nach Einschätzung
vieler Leute zweitklassiger Band als "Byrds" auf Tour, zum Ärger
von McGuinn, Hillman und Crosby. Anschließend tat
er sich mit Carla Olson, der Sängerin der Textones,
zusammen, um dieses schöne Akustikalbum aufzunehmen, das deutlich
besser war als alles, was er nach "No
Other" aufgenommen hatte. Mit dabei u. a. sein alter Byrd-Gefährte
Chris Hillman mit einem schönen Mandolinensolo (offensichtlich
waren die alten Kollegen dann doch nicht ganz so verärgert!) und
Stephen McCarthy von den Byrds beeinflussten "Long
Ryders" (Nomen Est Omen!). Besonders gut gefällt mir neben
den neuen Clark-Kompositionen vor allem die Coverversion von Gram Parsons
"I'm Your Toy" mit wunderschönen Duettgesang. Traurigerweise
beendete Clark seine Plattenkarriere also mit einem Duettalbum, denn wenige
Jahre später (1991?) verstarb er, wie viele Rock'n'Roller, viel zu
jung. |
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| Meat Puppets: "Mirage" (SST, April 1987) | |
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| The Replacements: "Pleased To Meet Me" (Sire, April 1987) | |
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"Maybe this record is a little more controlled than some others the band put out, but it rocks, swings and whispers. All of it good. Including a song for the Big Star himself Alex Chilton. Two other standouts are "Nightclub Jitters" and "Skyway". A thoroughly pleasing record from start to finish. Both are soft, almost gentle in nature. Both front and back covers consist of nice graphics and design." (TralFaz-Arcives) |
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| The King Of Luxembourg: "Royal Bastard" (él, Mai 1987) | |
Diese
Platte ist inzwischen ein rares Schätzchen. The King Of Luxembourg
ist eines der vielen Pseudonyme, die von Simon Fisher-Turner verwendet
wurden. Er gründete zu Punkrockzeiten mit Matt Johnson The The
und arbeitet heutzutage vor allem als Filmkomponist. Auf dem englischen
Kultlabel él nahm er mit Unterstützung vieler Gastmusiker
unter diesem Pseudonym zwei Alben auf. Auf "Royal Bastard" bin
ich damals gestoßen, weil fast die kompletten Go-Betweens
mitmischen: Robert Forster, Grant McLennan, Amanda Brown
und Lindy Morrison. Als Songschreiber und Keyboarder ist der in
London beheimate Franzose Louis Philippe dabei, der ebenfalls bei
"èl" Platten veröffentlicht. Die Musik ist mit den
Begriffen POP und EXZENTRIK noch am ehesten zu beschreiben, manchmal erinnert
sie ein wenig an PET SOUNDS (wirklich!).
Brian Wilsons aktuelle Begleitband Wondermints könnte glatt
dabei gewesen sein, wären seitdem nicht bereits 15 Jahre vergangen.
Auf jeden Fall ist interessant zu vermerken, dass sowohl Louis Philippe,
der König von Luxemburg, als auch die Wondermints in Japan am erfolgreichsten
sind bzw. waren. Die Platte enthält übrigens viele geschmackvolle
bzw. exzentrische Coverversionen: "A Picture Of Dorian Gray"
(Dan Treacy/T.V.Personalities), "Poptones" (Johnny Lydon's P.I.L.),
"Something For Sophia Loren" (Henry Mancini) und "Happy
Together" (The Turtles). |
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| Suzanne Vega: "Solitude Standing" (A&M, Mai 1987) | |
Auch
mit ihrem zweiten Album ist die Dame wieder sehr erfolgreich. Ebenso mit
der Single "Luka" (die dann später von Evan Dando
und seinen Lemonheads verwurstet wird).
Zu ihrem allergrößten Hit wird dann aber drei Jahre später "Tom's
Diner" in der Remix-Version von einem gewissen D.N.A.,
der unter das unscheinbare á-capella-Lied einfach einen Beat legt:
fertig ist der Hit! |
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| Marianne Faithful: "Strange Weather" (Island, Juli 1987) | |
Welch
ein grandioses Comebackalbum! 4 Jahre nach dem etwas untergegangenem Album
"A Child's Adventure" und fast 10 Jahre nach dem beeindruckenden
"Broken English" schafft
diese Frau zusammen mit dem Jazzproduzenten Hal Willner ein neues
Meisterwerk. Dabei spielen drei wichtige Zutaten eine Rolle: als erstes
natürlich die einzigartige Stimme von "der Faithful" (ja,
so spricht man über echte Diven!), dann die musikalische Arbeit von
Hal Willner und seinen Musikern (u. a. Jazzgitarrist Bill Frisell,
Garth Hudson von The Band
am Akkordeon, Bassist Fernando Saunders von der Lou Reed-Band und
Dr. John bzw. Sharon Freeman am Piano), aber zum dritten
auch die sehr geschmackvolle Songauswahl: neben Klassikern aus den 30ern
hören wir alten Folkblues ("Sign Of Judgement" von Kid
Prince Moore mit tollem Dobro von Frisell), "I'll Keep It With Mine"
von Bob Dylan (eigentlich von Dylan für Nico geschrieben
und auf deren Debütalbum "Chelsea
Girl" zu finden) , ein Remake ihres eigenen Hits "As Tears
Go By", den Jagger/Richards für sie geschrieben hatten,
sowie den Titelsong, den Tom Waits extra für dieses Album
geschrieben hat. |
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| The Go-Betweens: "Tallulah" (Beggars Banquet, Juni 1987) | |
Mein
Einstieg in die Welt der Go-Betweens war ein Fernsehauftritt im Frühjahr
87: Sonntag morgen in der ARD, die Sendung hieß glaube ich "Kaffee
Oder Tee" (oder so ähnlich). Die Woche darauf habe ich mir die
Maxi "Right Here" gekauft und es war um mich geschehen.
Die zweite Maxi "Cut It Out" war dann ein recht merkwürdiges
Discostück. Aber dann - endlich - erschien das Album "Tallulah",
bis heute eine meiner Lieblingsplatten. In den folgenden Monaten habe
ich mir dann alle anderen verfügbaren Platten von Robert Forster,
Grant McLennan und Co. besorgt. Erstaunlich, was bis dahin an mir
alles vorbeigegangen war! Mein Lieblingslied der Platte: "The
Clarke Sisters", gerne auch mit W4L gespielt. |
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| Warren Zevon: "Sentimental Hygiene" (Virgin, Juni 1987) | |
Mal
wieder ein wunderbares Album von L.A.'s bestem singenden Zyniker neben
Randy Newman. Dieses mal sind vor allem die Begleiter erwähnenswert:
Bill Berry, Mike Mills und Peter Buck von R.E.M., unterstützt
u. a. von Neil Young, Bob Dylan (ein seltener Gast auf den
Platten anderer Leute!) , David Lindley, Michael Stipe,
Jennifer Warnes, Don Henley (Eagles) und Brian Setzer
(Stray Cats). Trotz der ganzen Superstars bleibt Warren mit seiner Stimme
und seinen Songs klar Chef im Ring. Mit den drei R.E.M.-Musikern spielte
er dann 1990 unter dem merkwürdigen Namen Hindu Love Gods noch
eine genauso merkwürdige Blues(!)-Platte ein. |
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| Sonic Youth: "Sister" (Blast First, Juni 1987) | |
Der Vorläufer zum genialen Daydream
Nation! |
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| Dinosaur Jr.: "You're Living All Over Me" (SST, Juli 1987) | |
Nach
dem schon sehr schönen Debüt
jetzt der Durchbruch von J Mascis und seinen beiden Begleitern
- endlich bei SST, dem angesagtesten Label der Saison! |
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| Dumptruck: "For The Country" (Big Time, Juli 1987) | |
Lost & Found!(Juli 2006) |
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| The Grateful Dead: "In The Dark" (Arista, Juli 1987) | |
Da
hat mein Herz als alter Deadhead gelacht: nach 7 Jahren Unterbrechung
endlich wieder ein Studioalbum mit neuem Songmaterial - und dann auch
noch wirklich gutes: vor allem "Black
Muddy River", einer meiner absoluter Jerry Garcia/Robert
Hunter-Favouriten, deshalb auch von Waiting For Louise auf "From
6 To 5" gecovert. Dann noch die Hitsingle "Touch Of Grey",
tatsächlich bis auf Platz 9 der US-Singlecharts (das Album kam sogar
bis auf Platz 6!). Zwei gute Bob Weir Songs ("Hell In A Bucket"
und der Livekracher "Throwing Stones"). Nur der Gesangsauftritt
des Keyboarders Brent Mydland ("Tons Of Steel") ist stimmlich
gewöhnungsbedürftig und vom Sound zu sehr Mainstream. |
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| Charlie Haden: "Quartet West" (Verve, Juli 1987) | |
Eigentlich sind die 80er nach meiner Meinung nicht die beste Zeit für
guten, akustischen, also "klassischen" Jazz in Quartettbesetzung.
Es hat auch 10 Jahre gedauert, bis ich diese CD entdeckt und zu schätzen
gelernt habe... |
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| Emmylou Harris: "Angel Band" (Warner, Juli 1987) | |
Wie bei vielen meiner langjährigen Lieblingskünstler sind die
80er qualitativ eher durchwachsen, aber mit "Angel Band" gelingt
Emmylou wieder mal ein Klassealbum. Die Begleitband (Emory Gordy
am Bass, Vince Gill an Gitarre und Mandoline, Carl Jackson
meist am Banjo) spielt fast puren Bluegrass, gelegentlich von Gaststars
wie Multiinstrumentalist Mark O'Connor und den Dobrospielern Mike
Auldridge und Jerry Douglas unterstützt. Das Songmaterial
ist meist alt: Folksongs, Gospel und Stücke der Stanley-Brothers
und anderer Altvorderen. Alles in allem sehr gelungen. |
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| Spacemen 3: "The Perfect Prescription" (Glass, Aug. 1987) | |
"Taking drugs to make music to take drugs to" - so nennen
Spacemen 3 ihre eigene Arbeitsweise - aber vergnüglich hören
kann man das Ganze auch völlig nüchtern: so ging's mir auch
schon immer bei Hawkwind! |
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| R.E.M.: "Document" (I.R.S., Sept. 1987) | |
Der
Durchbruch von Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills
und Bill Berry mit dem Top-Ten-Hit "The One I Love".
Weitere Smashhits: "Finest Worksong" und "It's The End
Of The World As We Know It (And I Feel Fine)". Danach ging es weg
von I.R.S. hin zu Warner und die Weltkarriere begann. |
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| Miracle Legion: "Surprise Surprise Surprise" (Rough Trade, Sept. 1987) | |
Eine wunderbare Band aus Neuengland, die damals oft mit R.E.M. verglichen
wurde und vielleicht auch deren Potential hatte. Sänger Mark Mulcahy
und Gitarrist Ray Neal arbeiteten im Duo und mit wechselnden Rhythmusgruppen,
durften 1992 sogar ein Album beim Major Polydor veröffentlichen,
schafften aber nie den großen Durchbruch. "Surprise" erschien
beim damals hippen Label "Rough Trade" und war meine erste Begegnung
mit der Band. Ich erinnere mich noch an einen genialen Duoauftritt der
beiden Hauptprotagonisten ca. 1990 im Vorprogramm der ebenfalls genialen
Pere Ubu in der Bochumer Zeche!
Nach meinem Wissensstand sind sie in ihrer Heimatbasis Neuengland auch
heute noch (oder wieder?) aktiv. |
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| Comebuckley (BOY, Okt. 1987) | |
Rares Teil - und soweit ich weiß immer noch nicht auf CD wiederveröffentlichte
EP (so nannte man damals Vinylplatten die länger als Maxisingles,
aber kürzer als LPs sind) dieser Schweizer Band, die sich der Musik
von Tim Buckley verschrieben hat. In einer jazzigen Besetzung mit
mir durchweg unbekannten Musikern (Schlagzeuger, 2 E/A-Bassisten, Keyboarder,
Saxofonist, Sänger/Gitarrist und Sologitarrist) werden 6 Buckley-Kompositionen
interpretiert:
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| The Gun Club: "Mother Juno" (Red Rhino, Okt. 1987) | |
Ganz klar ein Comeback der besseren Art! |
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| Meat Puppets: "Huevos" (SST, Okt. 1987) | |
Ein Zufallsentdeckung wegen des schönen Covers. Bald danach meine
Lieblings-SST-Band. Vielleicht sogar mein Lieblings-Gitarrentrio überhaupt.
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| Pixies: "Come On Pilgrim" (4AD, Okt. 1987) | |
Herbst
'87 betrat ich völlig unvorbereitet Lothar Kochs Plattenladen in
Wesel (den es immer noch gibt!), als dort diese EP lief: einen solchen
Sound hatte ich noch nie gehört! Die Band um den Sänger, Gitarristen
und Songschreiber Black Francis (der sich später Frank
Black nannte und in Wahrheit noch ganz anders heißt) und die Bassistin
Kim Deal (später mit den Breeders erfolgreich) brachte
auf geniale Art Krach und Melodie zusammen. Angeblich waren sie das große
Vorbild von Kurt Cobain, sodass es Nirvana ohne die Pixies vielleicht
nie gegeben hätte. Herrn Black ist das soweit ich weiß scheißegal,
obwohl er sicherlich zu einer Karriere à la Nirvana nicht nein
gesagt hätte. |
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| Robbie Robertson (Geffen, Okt. 1987) | |
Ich kann mich noch gut erinnern, wie Alan Bangs damals im Niteflight
fast die ganze Platte gespielt hat: ich war total begeistert. Leider kam
danach nicht mehr viel (nur noch das Album "Storeyville"). Damals
dachte ich: "Meisterwerk", aber irgendwie hat sich meine Einschätzung
allgemein nicht durchgesetzt! |
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| David Sylvian: "Secret Of The Beehive" (Virgin, Okt. 1987) | |
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| Wedding Present: "George Best" (Reception, Okt. 1987) | |
Es
war natürlich extrem clever und werbewirksam, Nordirlands Fußball-Legende
hier in Bild und Titel zu huldigen. Man konnte sich dieser Platte zumindest
im Alternative-Marktsegment damals kaum entziehen. Schließlich hat
die Platte dann all ihre Aufmerksamkeit gerechtfertigt: Sänger, Gitarrist
und Songschreiber David Gedge lieferte mit seiner Band Schrammelpop
in Perfektion ab, meist in einem hohen Tempo mit reichlich Punkgefühl.
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| Ry Cooder: "Get Rhythm" (Warner, Nov. 1987) | |
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Klasse Songs, z.B. "Get Rhythm" von Johnny Cash und das eigene "Across The Borderline" (Cooder/Hiatt/Dickinson), das schon für den Soundtrack zu "Borderline" von Freddy Fender gesungen wurde, hier jetzt von Cooder selber in Englisch und Schauspieler Harry Dean Stanton in Spanisch vorgetragen! Klasse Band: Bassist Jorge Calderon, Drummer Jim Keltner, Pianist Van Dyke Parks, Akkordeonspieler Flaco Jimenez und ein toller Chor: Terry Evans, Bobby King, Arnold McCuller und Willie Green. |
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| The Triffids: "Calenture" (Island, Nov. 1987) | |
Die australische Truppe um den Sänger, Gitarristen und Songschreiber
David McComb unterschrieb nach mehreren Independent-Achtungserfolgen
beim englischen Island-Label und zog auch auf die Insel. Leider
blieb der große Erfolg genauso wie bei den Go-Betweens
aus und nach dem nächsten Album "The
Black Swan" war schon wieder alles vorbei. Dabei ist zumindest
"Calenture" ein wunderbares Album geworden. Besonders schön
ist die Singleauskopplung "Bury Me Deep In Love", mit der die
Band damals sogar in der ZDF-Drehscheibe zum Playback auftrat.
Auf jener Deutschlandtournee spielte die Band auch bei uns (das war entweder
in der Zeche Bochum oder Zeche Carl in Essen) und ich konnte
zum ersten mal in meinem Leben live einem Pedalsteelgitarristen bei der
Arbeit zusehen und zuhören: geil! |
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| Townes van Zandt: "At My Window" (Heartland, Nov. 1987) | |
Nach
fast 1ojähriger Pause gab es 1987 endlich wieder Lebenszeichen des
Ausnahme-Songschreibers: zuerst Liveaufnahmen von 1985 ("Live &
Obscure") und dann zur großen Überraschung ein Studioalbum
mit neuen Songs, dieses mal von den Nashville-Legenden Jack Clement
und Jim Rooney produziert. Zu den neuen Liedern gehören das
wunderschöne "Snowin' On Raton" (das erste Lied, was ich
je von TVZ hörte, nachts bei Alan Bangs im Night Flight!)
und "Buckskin Stallion Blues". Von "For The Sake Of The
Song" ist es bereits die dritte Studioversion nach 1968 und 1970.
Vor "No Deeper Blue" von 1994 war das die letzte Platte von
TVZ mit neuem Material. |
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| fIREHOSE: "if'n" (SST, Dez. 1987) | |
Zweites
Album der ehemaligen Rhythmusgruppe der Punklegende Minutemen (Mike
Watt am Bass und George Hurley am Schlagzeug) mit dem Gitarristen
Ed Crawford, als Nachfolger des verstorbenen Minutemen- Gitarristen
D. Boon. Ich kann gar nicht so genau sagen, was das für eine
Musik ist. Irgendwie natürlich Rockmusik von einem "normalen"
Gitarre/Bass/Drums-Trio, aber andererseits haben wir hier eine Art von
Zusammenspiel der Musiker, das eher an Jazztrios erinnert. Es ist natürlich
kein Jazz, der hier von den Jungs geboten wird - aber eben auch kein korrekter
"Rock". Einzigartig, kraftvoll und ziemlich frickelig. Live
ein absolutes Erlebnis (Zeche Bochum ca. 1987/88). Außerdem muss ich mich
hier als Softie outen: für die "richtig harten Fans" sind
fIREHOSE den legendären Minutemen gegenüber natürlich nur
zweite Wahl - für mich aber wesentlich angenehmer zu hören.
Es gibt mit "In Memory Of Elizabeth Cotton" sogar einen richtig
schönen Folksong von Ed. |
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| American Music Club: "Engine" (Frontier, 1987) | |
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| And Also The Trees: "Et Aussi Les Arbres" (Reflex, 1987) | |
Nicht
unbedingt das bekannteste Album einer der bestgehüteten Geheimnisse
der 80er - aber eben jenes Album, mit dem ich diese zu Unrecht als "Grufties"
verschriene Truppe aus England kennen gelernt habe. Es handelt sich dabei
um eine Kompilation mit Single-, EP- und LP-Beiträgen aus den Jahren
1983-86. Eine der frühen Singles, das wunderbare "Shantell",
wurde damals vom Cure Drummer/Keyboarder Lol Tolhurst produziert
und die Band auch mehrfach in das Vorprogramm von The Cure bugsiert.
Die Band setzt zwar ähnlich wie diese oder U2 auf Echo-Gitarre
(der Gitarrist nennt das den "Balalaika-Sound"), man kann also
durchaus von "düsterem Bombast" sprechen. Aber insgesamt
war die Gruppe wohl zu spröde für den Massendurchbruch im Gruftie-
oder Popmarkt. Und deshalb vielleicht auch hörbar für jemanden
wie mich, der mit den oben genannten Bands ansonsten wenig anfangen kann!
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| The Bats: "Daddy's Highway" (Flying Nun, 1987) | |
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| Die Brüder: "Trying To Remember To Forget" (One Million, 1987) | |
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| The Doctors Children: "King Buffalo" (Line/Upright, 1987) | |
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| Tav Falco's Panther Burns: "The World We Knew" (New Rose, 1987) | |
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| Penelope Houston: "Birdboys" (Subterranean, 1987) | |
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| Hurrah! "Tell God I'm Here" (Arista/Kitchenware, 1987) | |
Diese Band aus Newcastle vom Kitchenware-Label, dem wir auch Prefab
Sprout, die Kane Gang, Martin Stepheson & The Daintees
und die Fatima Mansions zu verdanken haben, ist leider schnell
wieder in der Versenkung verschwunden, obwohl wunderbarer Gitarrenpop
geboten wird. Die Band spielte damals übrigens als Headliner auf
dem Meidericher "Rock Im Park"-Festival, obwohl sie dort wahrscheinlich
außer mir und dem Veranstalter kein Schwein kannte. Neben dieser Major-Veröffentlichung
gab's im selben Jahr noch ein Livealbum mit Aufnahmen von 1985 - und das
war's dann. |
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| Lyle Lovett: "Pontiac" (Curb, 1987) | |
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| Opal: "Happy Nightmare Baby" (Rough Trade/SST, 1987) | |
Nach
seinem Ausstieg bei "Rain Parade", deren Debüt "Emergency
Third Rail Power Trip" er maßgeblich beeinflusst hatte, und dem
von ihm initiierten Sessionprojekt "Rainy
Day" konzentrierte sich David Roback auf das Konzept "Instrumentalist
mit Sängerin"-Duo, zuerst mit Kendra Smith (Ex-Dream
Syndicate) unter dem Namen "Opal", ab 1990 mit Hope
Sandoval unter dem Namen "Mazzy
Star", was mit "Fade Into You" 1994 sogar einen Top-50-Hit
abwarf. Gott sei Dank klingt das Ganze aber nicht wie viele andere derartige
Duos (z.B. Eurythmics oder Roxette). |
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| Shiny Gnomes: "Some Funny Nightmares" (Polydor/Roof, 1987) | |
Ein Lichtblick deutscher Rockmusik in den 80ern mitdem zweiten Album,
in das sogar die grosse Plattenfirma Polydor so große Hoffnung
gesetzt hatte!(07.06.2010) |
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| The Silos: "Cuba" (Record Collect, 1987) | |
Ich
hatte die Band um die beiden Sänger/Gitarristen Walter Salas-Humara
und Bob Rupe zwar erst mit dem unbetitelten Reunion-Album von 1990
kennen gelernt, stellte aber schnell fest, dass sie mit "Cuba"
bereits ein kleines, wenn auch kaum beachtetes Meisterwerk abgeliefert
hatten. |
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| Sneaky Feelings: "Waiting For Touchdown" (Normal/Flying Nun, 1986/1987) | |
"Musik aus Neuseeland" klebt als Sticker vorne auf meinem Exemplar
der Platte. Das war damals eine kleine Welle bei uns, für die das
Bonner Label Normal als europäische Vertretung und das neuseeländische
Label Flying Nun wichtig waren. Damals konnte man von Flying Nun
ungehört (fast) alles kaufen. Bei "Waiting For Touchdown"
handelt es sich um eine Kompilation für den europäischen Markt
mit Liedern vom 84er Debütalbum "Send You" und von den
7"-EP's "Husband House" (1985) und "Better Than Before"
(1986). Wie bei den Labelkollegen The
Verlaines, The Chills und The
Clean handelt es sich um Gitarrenrock, allerdings waren die Sneaky
Feelings immer etwas "normaler" bzw. poppiger als ihre Kollegen
und haben deswegen vielleicht nicht den gleichen Kultstatus. Auf jeden
Fall hatten sie tolle Songs, geschrieben von allen vier Musikern - also
auch vom Trommler und vom Bassisten!(07.03.2008) |
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| Sneaky Feelings: "Sentimental Education" (Flying Nun, 1987) | |
Das
zweite Album der neuseeländischen Band (bzw. das dritte, wenn man
die Kompilation "Waiting For Touchdown"
mitzählt), aber das erste, was es damals auf dem noch jungen Medium
CD gab. Besonders der Titel "Coming True" hatte es mir angetan
und war auch auf zahlreichen Mixcassetten, einem seitdem nahezu ausgestorbenen
Medium, vertreten.(07.03.2008) |
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| Louis Tillett: "Ego Tripping At The Gates of Hell" (Citadel, 1987) | |
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| The Verlaines: "Bird Dog" (Homestead/Flying Nun, 1987) | |
Das zweite Album dieser unterschätzen Band aus Neuseeland, zwar bleibt
"Hallelujah, All The Way Home"
vom vergangenen Jahr als meine "Initialzündung" immer die Nummer
1 für mich - aber eigentlich ist "Bird Dog" noch besser, wenn
man genauer hinhört!
Neulich hat mir ein Freund erzählt, welche "Unsitten" beim Beim Biertrinken in Neuseeland herrschen. Da wird Bier in Eimer geschüttet und daraus dann mit Suppenlöffeln in Gläser gefüllt. Noch schlimmer also als in England. So erklärt sich auch der überschwänglich gesungene Refrain vom Titelsong: "I love that imported German beer, |
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| Tom Waits: "Frank's Wild Years" (Island, 1987) | |
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| Yo La Tengo: "New Wave Hot Dog" (Twin/Tone/Coyote, 1987) | |
Mein Einstieg in den Yo La Tengo-Cosmos: dies ist das relativ unbekannte
zweite Album aus der Frühphase der Band. Damals wechselte das Ehepaar
Ira Kaplan (Gitarre) und Georgia Hubley (Schlagzeug) gelegentlich
ihre Bassisten (oder wurden von denen verlassen?). Auf "New Wave
Hot Dog" ist der - so weit ich weiß - Deutsche Stephan Wichnewski
zu hören. Aufgefallen ist mir die Platte damals (1988!) ganz normal in
einem Bocholter Plattenladen, durch das schöne Cover, während ich den
Band zwar vom Namen her kannte, aber noch nichts von ihnen gehört hatte.
Auf dem Album ist die typische Mischung aus Krach (z.B. "House Fall
Down") und schönen Melodien (z.B. "No Water" oder das Folkinstrumental
"Lost In Bessemer") bereits voll ausgebildet. Mit Lou Reeds
"It's Alright (The Way That You Live)" ein obskures Lied von
1966, das es nie auf ein offizielles Velvet Underground-Album geschafft
hat, gibt es auch eine schöne Coverversion.(19.05.2009) |
| << 1986 | Oben | 1988 >> |
| Erstellt: 08.09.2002 | Letzte Aktualisierung: 18.05.2011 21:42 | 12433 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Hiatts
Meisterwerk, in wenigen Tagen zusammen mit Ry Cooder, Nick Lowe und Jim
Keltner eingespielt. Absolut sparsam instrumentiert (Hiatts Stimme,
Akustikgitarre und Piano, Cooders Slide, Lowes allertiefster Bass, Keltners
geniales Schlagwerk), lässt es Hiatts Lieder leuchten: "Memphis
In The Meantime", "Lipstick Sunset", "Tip Of My Tongue",
"Have A Little Faith In Me" u.a.
An
den Sound der Band musste ich mich erstmal gewöhnen. Als mir ein
Kollege Jahre zuvor "Metal Circus" vorspielte, war das für
mich mitten in meiner Bluesphase nur unhörbarer Punkrock. Aber Geschmäcker
entwickeln sich weiter - genauso wie Bands. Mit ihrem zweiten Doppelalbum
(nach "
Die
Anfang der 80er in Cork/Irland von Sänger Cathal Coughlan
und Gitarrist Sean O'Hagan gegründete Band schaffte es wie
kaum eine andere Popgefühle und Independenthaltung authentisch zusammenzubringen
- und das auch noch in den grauenhaften Untiefen des übelsten Jahrzehnts
der Popmusik (Zeitrechnung seit den 60ern!). Der große Erfolg blieb aus,
auch als die Alben bei einer großen Plattenfirma herauskamen. Allerdings
konnte es mit den beiden nicht lange gut gehen und sie gingen später
getrennte Wege - und waren dabei sogar (etwas) erfolgreicher: Coughlan
mit
Allstar-Projekt
des ehemaligen Trommlers der
Vier
Lieder spielte Nick Drake noch kurz vor seinem Tod 1974 ein, die erstmalig
1979 auf der 3fach-LP-Box FRUIT TREE als Anhang zum dritten
Album "
Das
zweite, noch englischsprachige Album der Band um den "Bestsellerautor"
Sven Regener, die später eine der wichtigsten heimischen Bands
mit unpeinlichen deutschen Texte werden sollte. Die Musik (schrammeliger
Gitarrenrock mit Trompeteneinlagen) ist hier allerdings schon voll da.
Produziert immerhin vom legendären John Cale, was damals durchaus
einem "Ritterschlag" für eine deutsche Band gleichkam!
Eine
ziemlich irre Truppe, die sich zu diesem Projekt zusammengefunden hatte:
John French war mal Drummer bei
Das
Gipfeltreffen der Firstladies des Countryrocks! Solche Veranstaltungen
können natürlich schief gehen, aber hier stimmen das Songmaterial
(u. a. "Telling Me Lies" von Linda Thompson und "My Dear
Companion" von Jean Ritchie), die instrumentale Begleitung (u.a.
durch David Lindley, Albert Lee, Mark O'Connor und
Ry Cooder) - und natürlich vor allem die Gesangsleistung des
Damentrios.
Obwohl
ich kein Prince-Fan bin, ist das auch für mich ein wichtiges Album.
Danach habe ich aber wieder komplett das Interesse an seiner Musik verloren.
Das
fantastische Debüt des Ex-
Die
Karriere von Gene Clark außerhalb der

Meine
erste Begegnung mit einer der besten Bands der 80er. Nicht mehr ganz
so punkig wie in ihren Anfangstagen, aber stattdessen GROSSER POP!
Diese
Platte ist inzwischen ein rares Schätzchen. The King Of Luxembourg
ist eines der vielen Pseudonyme, die von Simon Fisher-Turner verwendet
wurden. Er gründete zu Punkrockzeiten mit Matt Johnson The The
und arbeitet heutzutage vor allem als Filmkomponist. Auf dem englischen
Kultlabel él nahm er mit Unterstützung vieler Gastmusiker
unter diesem Pseudonym zwei Alben auf. Auf "Royal Bastard" bin
ich damals gestoßen, weil fast die kompletten
Auch
mit ihrem zweiten Album ist die Dame wieder sehr erfolgreich. Ebenso mit
der Single "Luka" (die dann später von Evan Dando
und seinen
Welch
ein grandioses Comebackalbum! 4 Jahre nach dem etwas untergegangenem Album
"A Child's Adventure" und fast 10 Jahre nach dem beeindruckenden
"
Mein
Einstieg in die Welt der Go-Betweens war ein Fernsehauftritt im Frühjahr
87: Sonntag morgen in der ARD, die Sendung hieß glaube ich "Kaffee
Oder Tee" (oder so ähnlich). Die Woche darauf habe ich mir die
Maxi "Right Here" gekauft und es war um mich geschehen.
Die zweite Maxi "Cut It Out" war dann ein recht merkwürdiges
Discostück. Aber dann - endlich - erschien das Album "Tallulah",
bis heute eine meiner Lieblingsplatten. In den folgenden Monaten habe
ich mir dann alle anderen verfügbaren Platten von Robert Forster,
Grant McLennan und Co. besorgt. Erstaunlich, was bis dahin an mir
alles vorbeigegangen war! Mein Lieblingslied der Platte: "
Mal
wieder ein wunderbares Album von L.A.'s bestem singenden Zyniker neben
Randy Newman. Dieses mal sind vor allem die Begleiter erwähnenswert:
Bill Berry, Mike Mills und Peter Buck von
Nach
dem schon sehr schönen
Da
hat mein Herz als alter Deadhead gelacht: nach 7 Jahren Unterbrechung
endlich wieder ein Studioalbum mit neuem Songmaterial - und dann auch
noch wirklich gutes: vor allem "
Wie bei vielen meiner langjährigen Lieblingskünstler sind die
80er qualitativ eher durchwachsen, aber mit "Angel Band" gelingt
Emmylou wieder mal ein Klassealbum. Die Begleitband (Emory Gordy
am Bass, Vince Gill an Gitarre und Mandoline, Carl Jackson
meist am Banjo) spielt fast puren Bluegrass, gelegentlich von Gaststars
wie Multiinstrumentalist Mark O'Connor und den Dobrospielern Mike
Auldridge und Jerry Douglas unterstützt. Das Songmaterial
ist meist alt: Folksongs, Gospel und Stücke der Stanley-Brothers
und anderer Altvorderen. Alles in allem sehr gelungen.
Der
Durchbruch von Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills
und Bill Berry mit dem Top-Ten-Hit "The One I Love".
Weitere Smashhits: "Finest Worksong" und "It's The End
Of The World As We Know It (And I Feel Fine)". Danach ging es weg
von I.R.S. hin zu Warner und die Weltkarriere begann.
Herbst
'87 betrat ich völlig unvorbereitet Lothar Kochs Plattenladen in
Wesel (den es immer noch gibt!), als dort diese EP lief: einen solchen
Sound hatte ich noch nie gehört! Die Band um den Sänger, Gitarristen
und Songschreiber Black Francis (der sich später Frank
Black nannte und in Wahrheit noch ganz anders heißt) und die Bassistin
Kim Deal (später mit den Breeders erfolgreich) brachte
auf geniale Art Krach und Melodie zusammen. Angeblich waren sie das große
Vorbild von Kurt Cobain, sodass es Nirvana ohne die Pixies vielleicht
nie gegeben hätte. Herrn Black ist das soweit ich weiß scheißegal,
obwohl er sicherlich zu einer Karriere à la Nirvana nicht nein
gesagt hätte.
Es
war natürlich extrem clever und werbewirksam, Nordirlands Fußball-Legende
hier in Bild und Titel zu huldigen. Man konnte sich dieser Platte zumindest
im Alternative-Marktsegment damals kaum entziehen. Schließlich hat
die Platte dann all ihre Aufmerksamkeit gerechtfertigt: Sänger, Gitarrist
und Songschreiber David Gedge lieferte mit seiner Band Schrammelpop
in Perfektion ab, meist in einem hohen Tempo mit reichlich Punkgefühl.
Nach
fast 1ojähriger Pause gab es 1987 endlich wieder Lebenszeichen des
Ausnahme-Songschreibers: zuerst Liveaufnahmen von 1985 ("Live &
Obscure") und dann zur großen Überraschung ein Studioalbum
mit neuen Songs, dieses mal von den Nashville-Legenden Jack Clement
und Jim Rooney produziert. Zu den neuen Liedern gehören das
wunderschöne "Snowin' On Raton" (das erste Lied, was ich
je von TVZ hörte, nachts bei Alan Bangs im Night Flight!)
und "Buckskin Stallion Blues". Von "For The Sake Of The
Song" ist es bereits die dritte Studioversion nach 1968 und 1970.
Vor "No Deeper Blue" von 1994 war das die letzte Platte von
TVZ mit neuem Material.
Zweites
Album der ehemaligen Rhythmusgruppe der Punklegende Minutemen (Mike
Watt am Bass und George Hurley am Schlagzeug) mit dem Gitarristen
Ed Crawford, als Nachfolger des verstorbenen Minutemen- Gitarristen
D. Boon. Ich kann gar nicht so genau sagen, was das für eine
Musik ist. Irgendwie natürlich Rockmusik von einem "normalen"
Gitarre/Bass/Drums-Trio, aber andererseits haben wir hier eine Art von
Zusammenspiel der Musiker, das eher an Jazztrios erinnert. Es ist natürlich
kein Jazz, der hier von den Jungs geboten wird - aber eben auch kein korrekter
"Rock". Einzigartig, kraftvoll und ziemlich frickelig. Live
ein absolutes Erlebnis (Zeche Bochum ca. 1987/88). Außerdem muss ich mich
hier als Softie outen: für die "richtig harten Fans" sind
fIREHOSE den legendären Minutemen gegenüber natürlich nur
zweite Wahl - für mich aber wesentlich angenehmer zu hören.
Es gibt mit "In Memory Of Elizabeth Cotton" sogar einen richtig
schönen Folksong von Ed. 
Nicht
unbedingt das bekannteste Album einer der bestgehüteten Geheimnisse
der 80er - aber eben jenes Album, mit dem ich diese zu Unrecht als "Grufties"
verschriene Truppe aus England kennen gelernt habe. Es handelt sich dabei
um eine Kompilation mit Single-, EP- und LP-Beiträgen aus den Jahren
1983-86. Eine der frühen Singles, das wunderbare "Shantell",
wurde damals vom Cure Drummer/Keyboarder Lol Tolhurst produziert
und die Band auch mehrfach in das Vorprogramm von The Cure bugsiert.
Die Band setzt zwar ähnlich wie diese oder U2 auf Echo-Gitarre
(der Gitarrist nennt das den "Balalaika-Sound"), man kann also
durchaus von "düsterem Bombast" sprechen. Aber insgesamt
war die Gruppe wohl zu spröde für den Massendurchbruch im Gruftie-
oder Popmarkt. Und deshalb vielleicht auch hörbar für jemanden
wie mich, der mit den oben genannten Bands ansonsten wenig anfangen kann!


Nach
seinem Ausstieg bei "Rain Parade", deren Debüt "
Ich
hatte die Band um die beiden Sänger/Gitarristen Walter Salas-Humara
und Bob Rupe zwar erst mit dem unbetitelten Reunion-Album von
Das
zweite Album der neuseeländischen Band (bzw. das dritte, wenn man
die Kompilation "

Mein Einstieg in den Yo La Tengo-Cosmos: dies ist das relativ unbekannte
zweite Album aus der Frühphase der Band. Damals wechselte das Ehepaar
Ira Kaplan (Gitarre) und Georgia Hubley (Schlagzeug) gelegentlich
ihre Bassisten (oder wurden von denen verlassen?). Auf "New Wave
Hot Dog" ist der - so weit ich weiß - Deutsche Stephan Wichnewski
zu hören. Aufgefallen ist mir die Platte damals (1988!) ganz normal in
einem Bocholter Plattenladen, durch das schöne Cover, während ich den
Band zwar vom Namen her kannte, aber noch nichts von ihnen gehört hatte.
Auf dem Album ist die typische Mischung aus Krach (z.B. "House Fall
Down") und schönen Melodien (z.B. "No Water" oder das Folkinstrumental
"Lost In Bessemer") bereits voll ausgebildet. Mit Lou Reeds
"It's Alright (The Way That You Live)" ein obskures Lied von
1966, das es nie auf ein offizielles Velvet Underground-Album geschafft
hat, gibt es auch eine schöne Coverversion.